Condor geht mit eigenem Logo auf Leitwerken in Verkaufsverhandlungen

Condor hat eine neue Bemalung der eigenen Flugzeuge enthüllt. Der stilisierte Kondor kehrt nach 16 Jahren zurück aufs Leitwerk. Die starke Marke ist ein gutes Argument im für die Airline wichtigen Dezember.

Der Kondor ist zurück auf dem Condor-Leitwerk. © Condor
Der Kondor ist zurück auf dem Leitwerk. © Condor
Der Kondor ist zurück auf dem Leitwerk © Condor
Zum Vergleich die bisherige Livery an einer Boeing 767 der Condor © AirTeamImages.com / Alvin Man

Condor zeigt die zurückgewonnene Eigenständigkeit auch optisch und hebt künftig wieder mit dem eigenem Logo im Leitwerk ab (s. kleine Bildergalerie oben). Auf einer Betriebsversammlung wurde das neue Logo am Freitag den Mitarbeitern vorgestellt. Heute tritt die Boeing 767 mit der Kennung D-ABUF ihren ersten Flug im neuen Condor-Look in Richtung Cancun in Mexiko an. In den kommenden Wochen sollen sukzessive sämtliche Leitwerke mit dem neuen Design versehen werden.

"Nach der endgültigen Trennung von Thomas Cook müssen aus markenrechtlichen Gründen der Thomas Cook-Schriftzug und das Herz-Logo komplett entfernt werden“, so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung von Condor. "Das Condor-Logo kehrt also nach 16 Jahren in die Leitwerke unserer Flugzeuge zurück, was die Condorianerinnen und Condorianer sehr stolz macht. Unser Logo ist eine starke Marke, die seit 64 Jahren für Deutschlands beliebtesten Ferienflieger steht.“

Die Leitwerke der Condor-Flotte werden in den kommenden Wochen im Rahmen ihrer regulären Wartungen umgeklebt. An der restlichen Lackierung ändert sich nichts. Künftig werden dann auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke Flugzeuge der Typen Airbus A320, A321, Boeing 757 und Boeing 767 im Condor-Design unterwegs sein.

© airliners.de, Dennis Kazooba Lesen Sie auch: Warum die Condor-Spitze so optimistisch ist Hintergrund

Für die Airline selbst beginnt an diesem Wochenende die heiße Phase im Verkaufsprozess, denn aller Voraussicht nach wird das Amtsgericht Frankfurt zum 1. Dezember das sogenannte Schutzschirmhauptverfahren eröffnen. Dann sollen die Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern oder Investoren für den profitablen Ferienflieger beginnen. Zudem sind mögliche Gläubiger, auch des insolventen ehemaligen Mutterkonzerns Thomas Cook, aufgefordert, alle ihre Forderungen bei Sachwalter Lucas Flöther zu hinterlegen. Diese werden dann so weit möglich aus dem Verkaufspreis bedient. Mit Abschluss des Verfahrens im Frühjahr soll Condor - nach den Vorstellungen der derzeitigen Geschäftsführung - als Ganzes, mit neuem Eigentümer und befreit von jeglicher Mithaftung der immensen Thomas-Cook-Schulden, durchstarten.

Von: dk

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