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China ersetzt "Fünf-Eins-Regel" durch Quarantänebestimmungen

China lockert im Streit mit den USA die generellen Beschränkungen für Passagierflüge aus dem Ausland. Die "Fünf-Eins-Regel", die pro Fluggesellschaft nur einmal die Woche einen Flug auf einer Strecke erlaubt, entfällt ab kommender Woche Juni.

Ein Airbus A340 der Air China überquert die Autobahn in Frankfurt © dpa

Im Streit mit den USA über Passagierflüge in der Corona-Pandemie lockert China die Beschränkungen für ausländische Fluggesellschaften. Einen Tag nach dem Verbot der USA für alle Passagierflüge aus China ab 8. Juni zeigte die chinesische Luftverkehrsbehörde am Donnerstag Entgegenkommen und erlaubte ausländischen Airlines mehr Flüge nach China.

Die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC verfügte am Donnerstag, dass ausländische Fluggesellschaften einen Flug pro Woche nach China und von China aus anbieten dürfen. Die Passagiere müssen bei der Landung in der Volksrepublik auf das Coronavirus getestet werden.

Wenn drei Wochen lang kein Fall von Corona auftritt, dürfen die Airlines auch zweimal wöchentlich fliegen. Wenn dennoch die Zahl positiver Fälle auf der Strecke nach der Landung fünf erreicht, müssen die Flüge für eine Woche ausgesetzt werden. Bei zehn Fällen sind es schon vier Wochen.

Seit Ende März gilt eine "Fünf-Eins-Regel", die Fluggesellschaften nur einmal die Woche einen Flug auf einer Strecke in ein Land erlaubt. Fluggesellschaften mussten ihre Flugpläne zwei Monate im Voraus genehmigen lassen, bevor sie Tickets verkaufen durften. Eigentlich hatte China verkündet, diese Regelung bleibe bis mindestens Oktober bestehen.

© AirTeamImages.com, Markus Mainka Lesen Sie auch: China hält an Corona-Einflugbeschränkungen fest

Streit um Flüge eskalierte

China ist der Ursprungsort des neuartigen Coronavirus und war als erstes Land von der Pandemie betroffen. Ende März reduzierte die Volksrepublik die Verbindungen zum Ausland drastisch. Die US-Fluggesellschaften Delta Air und United Airlines hatten schon im Februar ihre Flüge nach und von China ausgesetzt. Sie wollten die Verbindung in diesem Monat wieder aufnehmen und hatten im Mai entsprechend die chinesischen Behörden um die Erlaubnis gebeten.

Damit waren amerikanischen Fluggesellschaften praktisch alle Passagierflüge nach China unmöglich, obwohl chinesische Airlines weiter zwischen China und den USA mit Reisenden fliegen könnten. Aus diesem Grund hatte das US-Verkehrsministerium in Washington am Mittwoch das Ende der chinesischen Passagierflüge angekündigt. Das Ministerium äußerte aber die Hoffnung, bald eine Einigung zu erzielen.

Vor der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hatte es pro Woche nach Angaben des US-Verkehrsministeriums noch mehr als 300 Flüge zwischen den beiden Staaten gegeben. Die Zahl nahm rapide ab, nachdem die US-Regierung wegen der Pandemie eine Einreisesperre gegen Chinesen verhängt hatte. Umgekehrt vergibt China auch keine Visa mehr. Doch werden die Flüge von heimkehrenden Chinesen genutzt.

Von dem jüngsten Erlass sind der US-Regierung zufolge Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Xiamen Airlines betroffen. Der Streit verschärft die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weiter.

Von: dh mit dpa

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