CDU-Politiker fordert weiteren Flughafen für Berlin

Der Hauptstadtflughafen BER wird bei seiner Eröffnung bereits zu klein sein. Ein CDU-Politiker fordert deshalb nun einen weiteren Airport in "mittlerer" Entfernung von Berlin.

Blick auf das Hauptterminal des BER. © dpa / Ralf Hirschberger

In der politischen Debatte um den Luftfahrtstandort Berlin wird ein neuer Vorschlag laut: Der CDU-Politiker Christian Gräff fordert neben dem BER die Entwicklung eines weiteren Airport für die Hauptstadt mit mehr Wachstumspotenzial.

Gräff regt an, "einen neuen Standort für einen wirklichen Großflughafen für Berlin-Brandenburg" zu suchen. "Warum nicht mit modernsten Infrastruktursystemen einen Flughafen in 'mittlerer' Entfernung zu Berlin errichten, der dann auch langfristig wachsen kann?", schreibt er in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel".

Gräff, der Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftvereinigung der CDU, sieht nämlich am Flughafen BER in Schönefeld nur begrenzte Expansionsmöglichkeiten: Der Neubau werde schon bei der Eröffnung zu klein für den wachsenden Flugverkehr in der Hauptstadt sein. "Und Berlin wird weiter Richtung Flughafen und um ihn herum wachsen."

Auch die von manchen Politikern geforderte Offenhaltung des alten Airports Tegel sei auf Dauer keine Lösung, so Gräff. Der City-Flughafen werde zwar auch nach der BER-Inbetriebnahme noch vorübergehend gebraucht. Aber: "Ich bin davon überzeugt, dass es aber Tegel in zehn Jahren nicht mehr als Flughafen geben wird."

© dpa, Jens Büttner Lesen Sie auch: BER-Chef: Darum muss Tegel schließen

Gräff knüpft mit seinem Vorschlag an die Debatten der 90er Jahre an: Damals wurde für den neuen Hauptstadtflughafen bereits eine Gelände weit außerhalb Berlins erwogen, etwa in Sperenberg und Jüterbog. Es gehe ihm aber nicht darum, die Entscheidungen der Vergangenheit zu revidieren, betont Gräff, sondern um die richtigen Entscheidungen für die kommenden 50 Jahre.

Von: pra

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