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Eine Boeing 737-400 der Cargologic Germany am Flughafen Leipzig/Halle. © Cargologic Germany

Die in Leipzig/Halle (LEJ) ansässige Frachtfluggesellschaft Cargologic Germany (CLG) will ihre Flotte auf sechs Maschinen verdoppeln. CLG ist zwar ein rechtlich eigenständiges Unternehmen mit eigenem AOC, dabei jedoch eng mit den russischen Cargo-Gesellchaften Volga-Dnepr und AirBridgeCargo Airlines verbunden.

Vor etwa zwei Monaten gab es ein Treffen in Leipzig, bei dem hochrangige Manager der Gruppe die Pläne der zukünftigen Flottenpolitik von CLG vorstellten und den Teilnehmern mitteilten, dass drei zusätzliche Boeing 737-400P2F zur Flotte stoßen würden. Sie sollen im Laufe des Jahres eintreffen und hauptsächlich für Integratoren eingesetzt werden, die ihre interkontinentalen E-Commerce- und Express-Sendungen innerhalb Europas zu verteilen wollen. Das ist auch die wichtigste Aufgabe der bereits vorhandenen drei Einheiten, die seit 2019 für die Airline-Neugründung unterwegs sind.

CLG-Geschäftsführer Dierk Naether hat die Flottenerweiterung bestätigt und gesagt, dass der erste der drei zusätzlichen Frachter "bereits in den nächsten ein bis zwei Wochen in LEJ landen soll." Die beiden anderen Einheiten, die von der in San Francisco ansässigen VX Capital Partners geleast wurden, würden bis Ende Dezember folgen. Die Flottenerweiterung ist Musik in den Ohren des Leipziger Flughafenmanagements, denn die zusätzliche Transportkapazität der CLG erhöht das Frachtaufkommen des Flughafens (1,4 Millionen Tonnen 2020), der nach Frankfurt bereits die Nr. 2 in Deutschland ist.

Als Initiator der Gründung und des Betriebs von Cargologic Germany (CLG) gilt der Eigentümer des Konzerns, Alexej Isaykin. Dieser ist im Besitz eines EU-Passes und konnte die Airline so in der EU gründen. Aktuell steht ein personeller Wechsel an der Spitze des Carriers an. Eine britische Personalagentur wurde beauftragt, einen Kandidaten zu finden, der über ein hohes Maß an kaufmännischer und operativer Erfahrung im Luftfrachtgeschäft verfügt. Er oder sie wird voraussichtlich die Nachfolge von Andrey Andreev antreten, dem derzeitigen stellvertretenden Geschäftsführer von CLG. Dieser hat über LinkedIn angekündigt, dass er für neue Jobangebote zur Verfügung steht.

Dieser Artikel ist zuerst bei unserer Partnerpublikation CargoForwarder erschienen.