airliners.de Logo

Bundesregierung hebt Reisewarnung für türkische Urlaubsgebiete auf

Als einziges Land außerhalb des Schengen-Raums gibt es für die Türkei künftig differenzierte Reisehinweise vom Auswärtigen Amt. Zuerst profitieren die Urlaubsgebiete am Mittelmeer. Die Tourismuswirtschaft ist erleichtert.

Touristen mit Mundschutz am Flughafen. © dpa / Álex Zea/EUROPA PRESS

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilt in seinen aktuellen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe. "Dieses beinhaltet unter anderem eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland."

© Corendon Airlines, Lesen Sie auch: Die Türkei hofft auf Touristen

Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.

Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen das Ende der Reisewarnung gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei.

Zustimmung zum Schritt der Regierung kam vom Deutschen Reiseverband (DRV). "Mit der teilweisen Rücknahme der Reisewarnung ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen jetzt zumindest zum Teil wieder für deutsche Urlauber offen", sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig. Das eine gute Nachricht nicht nur für die Urlauber, sondern auch für die Reisewirtschaft. "Wir müssen zu differenzierten Reisehinweisen zurück und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Für Reisende aus Deutschland sei die Türkei überaus beliebt und nach Spanien die Nummer zwei in der Gunst der Urlauber, so Fiebig.

Von: dk, dpa

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Türkei Fluggesellschaften Tourismus Politik Rahmenbedingungen corona Wirtschaft