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Passagiere legen am Flughafen von Frankfurt am Main ihr Handgepäck und Kleidungsstücke auf das Band der Sicherheitskontrolle. © dpa / Frank Rumpenhorst

Am Frankfurter Flughafen ist der Betreiber Fraport künftig selbst für die Sicherheitskontrollen zuständig. Bisher ist die Bundespolizei dafür verantwortlich. Die Neuregelung gilt ab 2023, wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin berichtete. Fraport und Bundespolizei hätten einen entsprechenden "Beleihungsvertrag" unterzeichnet.

Das Ministerium überträgt der Fraport zum 1. Januar 2023 "die Verantwortung für die Organisation, Finanzierung, Steuerung und Durchführung der Luftsicherheitskontrollen". Die Bundespolizei werde von administrativen Angelegenheiten entlastet und könne sich auf Sicherheitsaufgaben konzentrieren.

Fraport ist damit künftig auch für das Personal verantwortlich. Die Kontrollen würden von "qualifiziertem Fachpersonal im Auftrag der Fraport AG und unter Aufsicht der Bundespolizei durchgeführt", hieß es. Die Mitarbeiter erfüllten behördliche Aufgaben und würden nach Tarif entlohnt.

Über die Zuständigkeiten hatte es vor der Corona-Krise Kontroversen gegeben. Mit Streiks hatten die privaten Sicherheitskräfte, die Passagiere für die Bundespolizei kontrollieren, deutlich höhere Gehälter durchgesetzt. Die großen Flughäfen wollen die privaten Dienstleister selbst steuern und sie mit Bonus- und Maluszahlungen zu einem flexibleren Personaleinsatz bewegen.