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Handgepäck beim Sicherheitscheck am Flughafen. © dpa / Federico Gambarini

Die Technik ist bereits an mehreren Flughäfen erprobt, doch die Bundespolizei will sich ein eigenes Bild machen: Seit diesem Montag werden an zwei Passagier-Kontrollstellen am Frankfurter Flughafen moderne Scanner für das Handgepäck erprobt, die den Ablauf beschleunigen könnten.

In den nächsten Monaten solle ergebnisoffen erprobt werden, ob die Geräte die Anforderungen erfüllten und in die Kontrollprozesse integriert werden könnten, teilte die Bundespolizei Frankfurt am Mittwoch mit. Parallel findet ein weiterer Testlauf mit ebenfalls zwei Geräten in Köln statt.

Unter dem Eindruck langer Warteschlangen hatte der Flughafenbetreiber Fraport bereits im vergangenen Jahr den sofortigen Einsatz derartiger Geräte verlangt. Sie laufen an anderen europäischen Flughäfen sowie auch unter Landesaufsicht in München.

Scanner ermöglichen 3D-Bilder

Die Scanner durchleuchten das Handgepäck mit der aus der Medizin bekannten Technik der Computer-Tomographie (CT). Statt weniger Aufsichtsbilder liefern sie ohne Tempoverlust bis zu 800 Aufnahmen des Gepäckstücks, was am Kontrollschirm dreidimensionale Ansichten und die schichtweise Durchleuchtung ermöglicht. Laptops und Flüssigkeiten könnten somit künftig im Handgepäck bleiben.

Vor einem Jahr hatte die Bundespolizei noch schriftlich erklärt, dass die Geräte "nach bisherigem Kenntnisstand" keinen operativen Mehrwert aufwiesen. In der Corona-Pandemie ist der Druck zu effizienteren Kontrollen wegen des geringen Passagierandrangs gesunken. Allerdings könne die mögliche Kontaktreduzierung ein "wünschenswerter Nebeneffekt" für die Zukunft sein, erklärte nun die Bundespolizei.