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Wirtschaftskrise, Streiks, Vulkanasche British Airways schreibt Rekordverluste

British Airways hat im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Verlust seit ihrer Privatisierung eingeflogen. Und auch das aktuelle Buchhaltungsjahr hätte für die Airline kaum schlechter beginnen können, wir CEO Willie Walsh am Freitag mitteilte.

British Airways Maschinen in London Heathrow. © dpa

Die schlechten Nachrichten für British Airways (BA) nehmen kein Ende: Nach herben Schlägen durch Streiks und Vulkanasche hat die Airline im Geschäftsjahr 2009/2010 (31. März) den größten Verlust seit ihrer Privatisierung 1987 eingeflogen.

Unter dem Strich erwirtschaftete British Airways vorläufigen Ergebnissen zufolge einen Verlust von 425 Millionen Pfund (492 Mio Euro), knapp 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um elf Prozent auf knapp 8 Milliarden Pfund. Nun sollen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten.

Ihren Abstieg führt BA vor allem auf Rezession, Wirtschaftskrise und einen harten Winter zurück. Doch auch der Kampf mit dem Kabinenpersonal um Einsparungen zeige mittlerweile Folgen, sagte BA-Chef Willie Walsh laut Mitteilung. «Um das Unternehmen wieder profitabel zu machen, müssen wir permanente Veränderungen über die ganze Firma hinweg einführen. Es ist schade, dass unser Kabinenpersonal das nicht erkennt.»

Auch im laufenden Geschäftsjahr hat British Airways bisher keinen Grund zur Freude gehabt. Die Gewerkschaft Unite will voraussichtlich vom kommenden Montag an zu neuen Streiks aufrufen. Anfang der Woche hatte BA mit einer einstweiligen Verfügung die Streiks verhindern wollen, diese Verfügung wurde jedoch später von einem Gericht kassiert. Der Streit um geplante Einsparungen läuft seit Monaten.

„Das aktuelle Geschäftsjahr hätte kaum schlechter beginnen können“, räumte CEO Willie Walsh am Freitag auch im Hinblick auf die wiederholten Luftraumschließungen ein, die aufgrund der isländischen Vulkanasche verhängt worden waren. Bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Luftverkehrsbranche und die Fusion mit der spanischen Iberia sollen British Airways jedoch zum Jahresende wieder Auftrieb geben, so hofft Walsh.

Von: dpa, airliners.de

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