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Bremen dringt auf Verlängerung der Kurzarbeit um Airbus-Jobs zu retten

Die rot-rot-grüne Koalition will Airbus durch Sozialprogramme dazu bringen, möglichst wenig Jobs an seinem zweitgrößten deutschen Standort abzubauen. Bis zu 1000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe.

Ein Mitarbeiter des Flugzeugbauers Airbus. © dpa / Loic Venance/AFP

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) hat vor dem Hintergrund des angekündigten Stellenabbaus bei Airbus auf eine Verlängerung der Kurzarbeitergeld-Regelung auf 24 Monate gepocht. "Wir haben wegen Airbus diese Forderung nach Berlin getragen", sagte sie in der Bürgerschaft mit Blick auf eine Initiative in der Wirtschaftsministerkonferenz. Betriebsbedingte Kündigungen bei dem Flugzeughersteller müssten vermieden werden.

Es gebe Signale, dass eine Entscheidung Anfang September fallen werde. Bremen ist der zweitgrößte deutsche Airbus-Standort. Dort sollen allein in der Verkehrsflugzeugsparte 445 Stellen wegfallen.

Vogt äußerte Zweifel, ob eine Kurzarbeitergeld-Verlängerung alleine reiche. Um Kündigungen zu verhindern, müsse man mit dem Bund auch über Vorruhestandsregelungen und ein Lebensarbeitszeit-Verkürzungsprogramm reden: "Das ist kein beliebtes Thema. Aber wir brauchen eine Brücke zur Beschäftigungssicherung, die über 24 Monate hinausgeht." Die drei norddeutschen Bundesländer mit Airbus-Standorten seien ständig im Austausch und gemeinsam mit dem Konzern im Gespräch. Man habe deutlich gemacht, dass sich Investitionen in die Werke lohnten und ein Stellenabbau in die falsche Richtung gehe.

In Hamburg inklusive Fuhlsbüttel und Buxtehude sollen wegen der Folgen der Corona-Krise 2325 Stellen wegfallen. In Bremen geht es um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. Damit könnten im Norden 3175 Jobs gestrichen werden. Einschließlich angekündigter Strukturveränderungen könnten am Airbus-Standort Bremen mit über 5000 Mitarbeitern in den nächsten zwei Jahren rund 1000 Beschäftigte ihren Job verlieren.

Von: dk, dpa

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