Brandenburgs Finanzminister: «Für den Flughafen haben wir Reserven»

Erst seit gut drei Monaten ist Brandenburgs Finanzminister Görke im Amt - und konnte sich schon über einen satten Haushaltsüberschuss freuen. Eine der größten Herausforderungen ist auch für ihn der Hauptstadtflughafen BER.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke) © dpa / Bernd Settnik

Von seinem Vorgänger und Parteifreund Helmuth Markov hat der neue Finanzminister Brandenburgs, Christian Görke (Linke), einen Haushaltsüberschuss in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro geerbt. Die Befürchtung, dass der erwartete Nachschlag für den neuen Hauptstadtflughafen BER in Höhe von 500 Millionen Euro im kommenden Jahr den möglichen Überschuss auffrisst, will Görke nicht teilen.

"Wir haben alles daran gesetzt, mit dem Geld des Steuerzahlers sorgfältig umzugehen. Und dabei wird es bleiben", erklärte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Mit der in den vergangenen Jahren angelegten Schwankungsrücklage, die jetzt eine halbe Milliarde Euro beträgt, sei das Land für alle eventuellen konjunkturellen Risiken, aber auch für den BER gewappnet, ohne dass es von seinen Prioritäten abgehen müsste.

"Bevor aber die Flughafengesellschaft keine nachvollziehbaren Zahlen auf den Tisch legt, wird es keinen Cent geschweige Finanzzusagen geben", betonte der brandenburgische Finanzminister.

Der 51-jährige Görke hatte im Januar das Finanzressort von Markov übernommen, der ins Justizressort wechselte. Görke sitzt nun auch im Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und tritt im Landtagswahlkampf als Spitzenkandidat seiner Partei an.

Von: dpa

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