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Bombardier denkt über Rückzug aus A220-Programm nach

Bombardier denkt über den Verkauf seiner verbliebenen Anteile am A220-Programm nach, da auch die Eisenbahnsparte momentan nicht gut läuft. Wie viel Geld der A220-Ausstieg in die Kasse spülen könnte, will der Konzern im Februar bekannt geben.

Airbus gehört jetzt die Mehrheit an der C-Series von Bombardier. © Airbus

Der kanadische Bombardier-Konzern stellt in seiner Dauerkrise ein weiteres Engagement beim kleinsten Airbus-Jet A220 in Frage. Für den Produktionsausbau brauche es weitere Investitionen, teilte Bombardier in Montreal mit.

Dadurch würde die Gewinnschwelle später erreicht, und die Gewinne über die ganze Produktionsdauer würden sinken. Dadurch schrumpfe voraussichtlich der Wert der Beteiligung. Der Konzern überdenke daher sein weiteres Engagement bei dem Flugzeugtyp.

Bombardier hatte den Passagierjet unter dem Namen C-Serie für mehr als sechs Milliarden US-Dollar selbst entwickelt, sich dabei aber finanziell übernommen.

Bombardier hält noch rund 30 Prozent

Mitte 2018 übernahm deshalb der europäische Airbus-Konzern die Mehrheit an dem Projekt mit gut 50 Prozent. Der Flieger wird inzwischen unter dem Namen Airbus A220 vermarktet.

Bombardier hält noch rund ein Drittel der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, der Rest gehört einem kanadischen Staatsfonds.

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus macht A220 fit für die Langstrecke

Am Donnerstag versandte Bombardier eine Gewinnwarnung. Weil es auch in der Eisenbahnsparte des Konzerns schlecht läuft, rechnet das Management beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern für 2019 nur noch mit rund 400 Millionen US-Dollar (360 Mio Euro) - gut halb so viel wie zuvor erwartet.

Wie hoch die mögliche Abschreibung auf das A220-Gemeinschaftsunternehmen ausfallen könnte, will Bombardier bei der Vorlage der endgültigen Jahreszahlen im Februar bekanntgeben. Der Kurs der Bombardier-Aktie sackte an der Börse in Toronto zeitweise um fast 38 Prozent in den Keller.

Von: dpa, br

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