Boeing muss weitere 737-Max-Stornos verkraften

Boeing hat im April weitere Aufträge für Maschinen vom Typ 737 Max verloren. Unter anderem stornierte Gecas einen Großauftrag. Es war für den US-Hersteller nicht der Erste Monat mit vielen Stornos.

In der Boeing-Fabrik in Renton wird die 737 produziert. © Boeing

Boeing hat im April Aufträge für weitere 108 Maschinen vom Typ 737 Max verloren. Unter anderem kürzte die zum General-Electric-Konzern gehörende Leasing-Firma Gecas ihre Max-Bestellungen, wie aus Boeing-Angaben von Dienstag hervorgeht.

Damit hat der amerikanische Airbus-Konkurrent erstmals seit Jahren Order für insgesamt weniger als 5000 Flugzeuge verschiedener Typen in den Büchern. Bereits im März wurden Bestellungen für 150 Maschinen der 737 Max storniert.

Das Modell war lange ein Bestseller für Boeing - nach zwei Abstürzen mit 346 Toten stehen alle Max-Flugzeuge aber weltweit am Boden. Nach Erkenntnissen von Unfallermittlern führte ein Assistenzsystem, das den Piloten unter einigen Umständen bei der Steuerung der Maschine helfen sollte, wegen fehlerhafter Sensordaten zu den Katastrophen.

Bei der Überprüfung des Modells traten auch weitere Probleme unter anderem in der Software zutage. Es ist immer noch unklar, wann die 737 Max wieder fliegen darf. Kunden verlieren die Geduld - zumal sie sich angesichts der Corona-Krise auf eine lange Flaute im Luftverkehr einstellen und Geld sparen müssen.

Von: dpa

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