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Boeing will Triebwerksverkleidungen von 737 NG nachbessern

Nach einem uncontained Engine Failure einer Boeing 737-700 von Southwest sind nun die Empfehlungen der zuständigen Behörde ergangen. Boeing will nun das Design der Motorenverkleidungen ändern.

Das zerstörte Triebwerk der Maschine von Southwest Airlines. © dpa / Amanda Bourman, AP
Triebwerk einer Boeing 737 © AirTeamImages.com / Matthias Geiger

Flugzeugbauer Boeing will nach einem tödlichen Zwischenfall bei einer 737-700 von Southwest Airlines die Triebwerke von tausenden Maschinen der Next-Generation-Baureihen -600, -700, -800, und -900 in aller Welt überarbeiten. Die US-amerikanische Verkehrsaufsichtsbehörde NTSB empfahl am Dienstag (Ortszeit), dass Boeing die vordere Verkleidung der Turbinen so verändert, dass gebrochene Teile aus dem Inneren nicht mehr nach außen geschleudert werden können. Boeing kündigte in der Nacht zum Mittwoch an, den Empfehlungen zu folgen.

Laut Boeing-Mitteilung wolle man Unterstützung bei der Umsetzung von Empfehlungen des Triebwerksherstellers leisten. Dabei gehe es um die Inspektion der Bläserschaufeln. Beim Southwest-Unfall war eine dieser Schaufeln gebrochen und hatte Teile des Motors zerstört.

Der zweite Punkt umfasst Verbesserungen am Triebwerkseinlass und der -verkleidung, damit diese einem Vorkommnis wie bei der Southwest-Maschine widerstehen können. Außerdem solle damit die gesamte Stabilität dieser Strukturen verstärkt werden.

Design Change für bis zu 7000 Flugzeuge

Bei dem Unfall der Southwest-737 im April 2018 hatten Teile des Triebwerks den Flugzeugrumpf getroffen. Eine Passagierin, die an dieser Stelle saß, wurde fast aus dem Fenster gerissen und starb später an ihren Verletzungen. Weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Piloten konnten die Maschine in Philadelphia notlanden.

Boeing betont, dass der Betrieb von 737-NG-Maschinen weiterhin sicher sei. Mögliche Probleme seien über die Bläserschaufel-Inspektionen abgedeckt. Man arbeite an den Design-Änderungen und werde diese nach und nach auf der "existierende 737-NG-Flotte" ausrollen, sobald sie von der FAA genehmigt seien. Nach Daten von "CH-Aviation" sind weltweit über 7000 Boeing 737 NGs registriert.

Das kriselnde 737-Max-Programm ist von der Problematik laut Boeing nicht betroffen.

© dpa, David Maialetti,The Philadelphia Inquirer, AP Lesen Sie auch: Eine Tote nach Boeing-737-Triebwerksexplosion

Die Behörde NTSB kann Boeing die Maßnahmen nicht direkt vorschreiben. Sie riet der US-Flugaufsicht FAA dazu, den Flugzeugbauer zu entsprechenden Verbesserungen bei noch zu bauenden Jets zu verpflichten. Betroffenen Fluggesellschaften solle eine Nachrüstung vorgeschrieben werden. Hinweise gingen auch an die europäische Flugaufsicht Easa.

Die Triebwerke des Flugzeugtyps stammen von dem Hersteller CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Konzerns General Electric und des französischen Konzerns Safran.

Die Boeing 737 NG ist die Vorgängerin der Neuauflage 737 Max. Von dem Flugverbot für die Max, die seit März nach zwei tödlichen Abstürzen weltweit am Boden bleiben muss, ist sie nicht betroffen. Allerdings machte zuletzt auch die NG Probleme. An mehreren Maschinen wurden Haarrisse entdeckt an der Stelle, an der die Tragflächen am Rumpf befestigt sind.

Von: hr mit Material von dpa

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