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Boeing 737 Max von American Airlines in Tulsa. © dpa / Tom Gilbert/Tulsa World

Angesichts massiver Belastungen der Luftfahrtbranche durch die Ausbreitung des Coronavirus, die den Flugverkehr stark eingeschränkt hat, bemüht sich Boeing intensiv um Staatshilfen. Diese würden der gesamten Industrie zugute kommen, da ein großer Teil davon für Zahlungen an Zulieferer eingesetzt würde, erklärte Boeing.

Boeing-Sprecher Gordon Johndroe sagte zuletzt öffentlich, die angeschlagene Branche benötige "mindestens 60 Milliarden Dollar Liquidität". Seinen Appell richtete er an US-Präsident Donald Trump und den Kongress in Washington.

Die Finanzagentur Bloomberg berichtete, US-Präsident Donald Trump habe bereits Unterstützung versprochen und gesagt: "Wir müssen Boeing schützen, wir müssen Boeing helfen".

Derzeit kaum Nachfrage nach Flugzeugprodukten

Zu den angeforderten Staatshilfen sollen nach Angaben des Konzerns Darlehensgarantien gehören, welche die Liquidität von Boeing und seiner Zulieferer sicherstellen sollen. Bis die durch die Krise eingebrochenen Passagierzahlen in der Luftfahrt wieder ihr normales Niveau erreichten, würden die Hilfen gebraucht, "um mit dem Druck im Luftfahrtsektor und der Wirtschaft als Ganzes umzugehen", erklärte Boeing.

Bereits in der Vorwoche hatte Boeing angekündigt, eine Kreditlinie von Kapitalgebern über 13,8 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) in Anspruch zu nehmen. Die Krise hat die kurzfristige Nachfrage nach Produkten der Flugzeugbaubranche absacken lassen. Boeing befindet sich wegen des vor einem Jahr verhängten weltweiten Startverbote für seine 737 MAX ohnehin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.

© dpa, Ted S. Warren/AP Lesen Sie auch: Coronavirus bedroht Boeing-Produktion

An der Börse geriet der US-Flugzeugbauer am Vortag trotz allgemeiner Kursgewinne weiter unter Druck, die Aktie schloss vier Prozent schwächer.