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David L. Calhoun ist neuer Boeing-Chef. © Blackstone

Boeings Finanzvorstand Greg Smith hat seinen Rücktritt eingereicht. Der seit 2011 amtierende Top-Manager werde das Unternehmen am 9. Juli verlassen, teilte der US-Flugzeugbauer am Dienstag in Chicago mit.

Der 54-Jährige hatte während der Krise um den Absturzflieger 737 Max eine sehr wichtige Rolle bei Boeing gespielt und war nach dem Rauswurf von Ex-Konzernchef Dennis Muilenburg Ende 2019 sogar für kurze Zeit zum vorübergehenden Vorstandsvorsitzenden befördert worden. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Die Suche laufe, erklärte der Konzern.

Smith ist insgesamt seit rund 30 Jahren für den Airbus-Rivalen tätig. Er wurde in der Branche eigentlich als aussichtsreicher Kandidat gehandelt, den Vorstandsvorsitz von Konzernchef Dave Calhoun zu übernehmen.

Stattdessen gab Boeing jetzt bekannt, dass der Verwaltungsrat die Altersgrenze für Calhouns Ruhestand von 65 auf 70 Jahre erhöht habe. Damit dürfte klar sein, dass der 64-Jährige vorerst nicht abtreten wird. Anleger reagierten zunächst negativ, Boeings Aktien fielen zum US-Handelsstart um knapp zwei Prozent.