Boeing streicht Chefgehälter, Dividende und Aktienrückkäufe

Boeing hat weitere Einschnitte in Krisenzeiten verkündet. Diese gehen von Gehaltskürzungen für das Top-Management bis zur Aussetzung der Dividendenzahlung. Boeing ist durch das 737 Max Grounding geschwächt in die Corona-Krise geschlittert.

Das Boeing Logo ist auf dem Flugzeug Boeing 737 MAX 7 zu sehen. © dpa / Elaine Thompson/AP

Die Coronavirus-Krise zwingt den angeschlagenen US-Luftfahrtriesen Boeing zu weiteren Einschnitten. Vorstandschef Dave Calhoun und der Verwaltungsratsvorsitzende Larry Kellner erhalten bis zum Jahresende keine Bezahlung mehr. Zudem setzt Boeing seine Dividendenzahlung aus und pausiert sein bereits seit April 2019 ruhendes Aktienrückkaufprogramm noch länger.

"Boeing zehrt von all seinen Ressourcen, um den Betrieb fortzusetzen, Beschäftigte und Kunden zu unterstützen, und die Lieferkette in der Coronavirus-Krise aufrechtzuerhalten", teilte der Konzern mit.

Boeing ist wegen des nach zwei Flugzeugabstürzen mit Startverboten belegten Modells 737 Max ohnehin schon stark angeschlagen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie bringen das Unternehmen weiter in Not. Der US-Luft- und Raumfahrtriese ist auf milliardenschwere Staatshilfen angewiesen.

© dpa, Tom Gilbert/Tulsa World Lesen Sie auch: Boeing will 60 Milliarden Dollar Staatshilfen für US-Luftfahrtbranche

Bereits in der Vorwoche hatte Boeing angekündigt, eine Kreditlinie von Kapitalgebern über 13,8 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) in Anspruch zu nehmen. Die Krise hat die kurzfristige Nachfrage nach Produkten der Flugzeugbaubranche absacken lassen. Boeing befindet sich wegen des vor einem Jahr verhängten weltweiten Startverbote für seine 737 MAX ohnehin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.

Von: dpa

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