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Boeing baut Management um

Boeing hat einen weitreichenden Management-Umbau der Zivilsparte bekannt gegeben. Wichtige Schlüsselpositionen in den verzögerten 787- und 747-8-Projekten werden neu besetzt. Gleichzeitig müssen auch 737 und 777 weiterentwickelt werden.

© Boeing

Jim Albaugh, President und CEO von Boeing Commercial Airplanes, besetzt fünf Monate nach seinem Amtsantritt wichtige Positionen im Management neu. Damit will Albaugh die anhaltenden Produktionsprobleme bei der Boeing 787 und 747-8 in den Griff bekommen.

So ist die Fertigung des Hoffnungsträgers 787 inzwischen zwei Jahre im Rückstand. Nach dem erfolgreichen Erstflug im Dezember 2009 soll Erstkunde ANA nun im Laufe des vierten Quartals 2010 beliefert werden. Gleichzeitig hat Boeing aber Mühe, die Produktion der 787 hochzufahren, berichtet das „Wall Street Journal“ (Donnerstag). Bestellt sind insgesamt 851 Maschinen.

Albaugh hat zudem zwei separate Arbeitsgruppen eingerichtet, die eine mögliche Weiterentwicklung der Boeing 737 und 777 untersuchen sollen. Sowohl die Airlines als auch die Triebwerksbauer setzen Boeing aber auch Airbus unter Druck, in den kommenden Jahren Nachfolger auf den Weg zu bringen. Die Alternative wäre die Entwicklung gänzlich neuer Maschinen.

Mike Bair, ehemaliger Leiter des 787-Programms, soll künftig das Advanced-737-Team führen. Der 2007 ausgeschiedene Leiter des 777-Programms, Lars Anderson, kehrt als Berater für die 777 wieder zurück. Insgesamt gab es 15 Neubesetzungen.

„Unsere Prioritäten für 2010 und darüber hinaus sind klar vorgegeben“, sagte Albaugh. „Wir müssen die 787 und 747-8 Entwicklungs-Programme umsetzen, wir müssen die laufenden Produktion-Programme weiterhin effizient durchführen. Wir müssen auch in Anbetracht eines zunehmend kompetitiven globalen Umfeldes eine klare Vision und einen präzisen Plan sowohl für den Single-Aisle- als auch für den Twin-Aisle-Markt entwickeln.“

Von: airliners.de

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