Boeing-787-Zulieferer sollen stärker kontrolliert werden

Die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA und Boeing haben nach dem Batterie-Debakel nach möglichen Schwachstellen im Produktionsprozess der 787 "Dreamliner" gesucht. So sollen künftig wichtige Zulieferer genauer unter die Lupe genommen werden.

Boeing 787-8 im Flug © airliners.de / Oliver Pritzkow
Blick in die Boeing-787-Endmontagelinie in Everett © Boeing

Die US-Flugaufsicht FAA zieht Lehren aus den Batteriebränden bei Boeings 787 «Dreamliner». Künftig sollten wichtige Zulieferer genauer unter die Lupe genommen werden, erklärte die Behörde am Mittwoch in Washington. «Auch solche, die ihren Sitz außerhalb der USA haben.» Beim «Dreamliner» hatte Boeing besonders stark auf Zulieferer gesetzt.

Vor einem Jahr hatte der hochmoderne Jet ein weltweites Startverbot erhalten, weil kurz hintereinander bei zwei Maschinen die eingebauten Lithium-Ionen-Akkus geschmort hatten. Sie stammten vom japanischen Hersteller GS Yuasa. Erst nachdem die Batterien mit einem feuersicheren Metallgehäuse und anderen Schutzmechanismen versehen worden waren, durften die «Dreamliner» wieder starten.

In einem Abschlussbericht stellten Boeing- und FAA-Experten fest, dass der Langstreckenjet die «angestrebten Sicherheitsstandards erfüllt». Gleichzeitig machte das Team Schwachstellen im Produktionsprozess und bei der staatlichen Kontrolle ausfindig, die nun beseitigt werden sollen. Auch seit dem Ende des Flugverbots hatten «Dreamliner» immer wieder Pannen. Zuletzt stoppte Boeing die Auslieferungen, nachdem in der aktuellen Produktion Haarrisse in den Tragflächen gefunden worden waren.

Kompletter Bericht der FAA (PDF)

Von: dpa

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