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Boeing verliert noch mehr 737-Max-Aufträge

Der kriselnde US-Flugzeugbauer Boeing hat im Oktober weitere Stornierungen seines Problemfliegers 737 Max verkraften müssen. Aber der Krisenflieger ist nicht Boeings einziger Ladenhüter. Die europäischen Konkurrenz enteilt den US-Amerikanern damit weiter.

Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max stehen in Seattle auf dem Boeing Field. © AirTeamImages.com / Bastian Ding

Boeing verliert kurz vor der geplanten Wiederzulassung der 737 Max weitere Aufträge für den Krisenflieger. Insgesamt wurden zwölf Bestellungen Jet zurückgezogen, wie am Dienstag aus Boeings monatlicher Statistik hervorging. Seit Jahresbeginn wurden bereits 448 Stück abbestellt.

Im Oktober musste Boeing zudem schon den zweiten Monat in Folge ohne jegliche Neuaufträge hinnehmen. Auch ausgeliefert wurden insgesamt nur 13 Flugzeuge - im bereits stark vom 737-Max-Debakel belasteten Vorjahreszeitraum waren es immerhin noch 20 gewesen. Probleme hatte der US-Hersteller zuletzt auch beim Langstreckenjet 787 "Dreamliner".

Der europäische Erzrivale Airbus brachte im Oktober 72 Maschinen an die Kundschaft und enteilt Boeing somit immer weiter. Airbus kassierte zwar auch drei Stornierungen, holte dafür aber elf Neubestellungen herein.

Entlastung könnte Boeing zwar schon sehr bald durch die Aufhebung des Flugverbots für die 737 Max erhalten, doch auch dann dürfte die Corona-Pandemie das Geschäft weiter erschweren.

Von: dpa

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