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Bodenverkehrsdienstleister: Staat muss auch unsere Vorhaltekosten ersetzen

Ohne die privaten Bodenverkehrsdienste läuft an den meisten Flughäfen wenig. Doch die Unternehmen würden bei der Diskussion um staatliche Hilfen für Flughäfen und Airline vergessen, beklagt der Branchenverband,

Bodenverkehrsdienste bei der Arbeit. © Flughafen Köln/Bonn

Der Arbeitgeberverband der Bodenabfertigungsdienstleister im Luftverkehr (ABL) sieht seine Branche in der aktuellen Debatte um staatliche Unterstützung für den Luftverkehr "völlig vergessen". Die Dienstleistungen der Unternehmen wie Check-In, Bordkartenkontrolle, Beförderung von Passagieren und Crews, das Be- und Entladen der Flugzeuge, das Betanken, das Enteisen und die Einweisung von Flugzeugen machten sie zu einem unentbehrlichen Partner für einen funktionierenden Luftverkehr.

Dennoch gebe es keine Zusagen für Sofortmaßnahmen seitens des Bundes und der Länder. Dadurch sei "ein großer Teil der rund 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr", so der ABL-Vorsitzende Thomas Richter. Der Verband fordert, analog zu den Flughäfen, die Erstattung "notwendiger Bereitstellungskosten."

"Genau wie bei den Flughäfen fallen auch bei den privaten Bodenverkehrsdienstleistern Vorhaltekosten für spezifisches Equipment, Mieten und Versicherungen an. Diese Betriebsmittel müssen von den Unternehmen bereitgehalten werden, um bei steigendem Flugbetrieb jederzeit arbeitsfähig sein zu können. Aus eigner Kraft ist das nicht mehr zu leisten. Die privaten Dienstleister brauchen – genau wie Flughafengesellschaften und Airlines – finanzielle Unterstützung“, fordert Richter.

Bundesweit sind rund 37.000 Arbeitnehmer mit Abfertigungsdienstleistungen beschäftigt. Einige der privaten Bodenverkehrsdienstleister mussten Corona-bedingt bereits Stellen abbauen. Richter weist auf die Dringlichkeit der Finanzhilfen hin: „Es geht um tausende Arbeitsplätze, die aktuell aufs Spiel gesetzt werden. Damit würde ein Kollaps der systemrelevanten Infrastruktur an Flughäfen drohen.“

Von: dk

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