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Bodenabfertiger AHS hat Geschäft an Berliner Flughäfen eingestellt

Die AHS Gruppe ist seit Ende Dezember nicht mehr in Tegel und Schönefeld vertreten. Ersatz für die Tätigkeiten des Ground Handlers ist schon gefunden. Das Aus ist wohl eine späte Folge der Germania-Pleite.

Von Beladung bis Betankung: Grund Handler wie AHS kümmern sich um alle Tätigkeiten rund um die Flugzeugabfertigung. © AeroGround

Die Berliner Einheit des Bodenabfertigers AHS Aviation Handling Services ist zum 31.12.2019 aus dem Ground Handling an den Flughäfen Tegel und Schönefeld ausgestiegen. Von der Einstellung des operativen Betriebes seien rund 115 Mitarbeiter betroffen, wie AHS gegenüber airliners.de sagte.

Als Gründe für das plötzliche Ende in Berlin nannte AHS zuvorderst Kundeninsolvenzen. An der wirtschaftlichen Lage hätte auch die für Herbst geplante Eröffnung des BER nichts ändern können. Zu den Kunden in Berlin zählten unter anderem die Airlines Sun Express und Bulgaria Air, sowie bis vor einem Jahr Germania als größter Kunde

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AHS war an den Berliner Flughäfen vor allem mit dem Passage- und OPS-Handling beschäftigt, übernahm aber auch das Ticketing. Das Unternehmen bot die Leistungen für diverse Kunden an den Berliner Flughäfen als Full-Handling oder Teil-Service an. Laut AHS wurden ihre Aufgaben nun kurzfristig von den Wettbewerbern Aeroground Berlin, Swissport Berlin und der WISAG Gruppe übernommen.

Die AHS Gruppe ist an fast allen größeren deutschen Verkehrsflughäfen vertreten. Im vergangenen Sommer bekam der Bodenabfertiger neben der bisherigen Geschäftsführerin Amélie Charisius mit Stephanie Rohde eine neue Co-Chefin. Wie AHS mitteilte, übernahm Charisius die Sprecherin-Funktion. Rohde folgt auf Martin Roll, der das Unternehmen verlässt.

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Von: dk

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