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Bisher kaum Hilfen erhalten - etliche Flughäfen bangen um ihre Existenz

Wenn nicht zeitnah weitere Hilfen fließen, halten viele Standorte maximal bis Mitte 2021 durch, warnt der Flughafenverband ADV. Für den Luftverkehrsgipfel nennt er konkrete Maßnahmen und Größenordnungen, die kommen müssten.

Ralph Beisel © ADV

Milliardenschwere Verluste und keine Aussicht auf eine schnelle Erholung des Flugverkehrs: Die Flughäfen in Deutschland bangen in der Corona-Krise um ihre Existenz. Der Branchenverband ADV forderte die politischen Entscheidungsträger nun erneut auf, schnelle Finanzhilfen zu bewilligen. Dazu müsse der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für den 6. November angekündigte Luftverkehrsgipfel genutzt werden.

Faktisch befinde sich die Luft- und Reisebranche in einem zweiten Lockdown mit einem Passagiervolumen von unter 20 Prozent. Vorschläge zu einer Teststrategie für Passagiere seien "mehr oder weniger ungehört" geblieben, lautete die Kritik an der bisherigen Strategie zur Eindämmung der Pandemie.

In einem ersten Schritt müssten die Vorhaltekosten aus der Zeit des Lockdowns im Frühjahr erstattet werden, in denen die Flughäfen ihre Infrastruktur aufrecht erhalten haben, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die Kosten dafür bezifferte er auf 740 Millionen Euro. Bundesregierung und Bundesrat hatten für diesen Schritt bereits Zustimmung signalisiert.

Weitere Hilfen für die meist im öffentlichen Besitz befindlichen Flughafenbetreiber seien aber notwendig, argumentierte der ADV. Im laufenden und nächsten Jahr gingen die Einnahmen der Flughäfen um zusammen mehr als 6 Milliarden Euro zurück, warnte der Verband. An fast allen Standorten reichten die flüssigen Mittel nur noch bis ins zweite Halbjahr 2021. Jeder vierte der rund 180.000 Arbeitsplätze sei direkt gefährdet. Trotz bestehender Bundesrahmenregelung seien bislang kaum Beihilfen geflossen.

Von: dk, dpa

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