Billigflieger im Sommer in Deutschland stark gewachsen

Im ersten Sommer nach der Pleite der Air Berlin haben die Billigflieger ihr Angebot von deutschen Flughäfen stark ausgebaut, stellt der neue "Low-Cost-Monitor" fest. Zugleich ziehen wegen der höheren Ölpreise die Preise an.

Low-Cost-Carrier auf dem Vorfeld. © DLR

Die Zahl wöchentlichen Starts von Billigfliegern habe sich in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf das Rekordniveau von 6750 erhöht, berichtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seinem am Donnerstag vorgelegten "Low-Cost-Monitor".

Die meisten zusätzlichen Verbindungen wurden von Gesellschaften angeboten, die Flugzeuge und Flugrechte der insolventen Air Berlin übernommen haben. Dazu gehörten die Lufthansa-Tochter Eurowings als Marktführer, die britische Easyjet sowie die irische Ryanair, die 75 Prozent an der Laudamotion erworben hat, die wiederum aus der Air-Berlin-Tochter Niki hervorgegangen war.

© AirTeamImages.com, Montage: airliners.de, Alun Morris Jones, Carlo Marcora, Carlos Enamorado, Chris Jilli Lesen Sie auch: So entwickelten sich Europas Billigflieger im ersten Halbjahr Überblick

Der anziehende Ölpreis habe in diesem Herbst zu leichten Preissteigerungen bei den Tickets geführt, erklärte Studienleiter Peter Berster. Inklusive aller Steuern und Gebühren kosteten die Europa-Flüge bei den standardisierten Testbuchungen durchschnittlich 38,46 Euro bei Ryanair und 99,78 Euro bei Eurowings. Ein Jahr zuvor hatte die Spanne zwischen 34,12 Euro (Wizz Air) und 96,62 Euro (Eurowings) gelegen. Bei langfristiger Vorausbuchung werden auch weiterhin zahlreiche Strecken für 9,99 Euro angeboten.

Von: pra, dpa

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