Bienen testen erneut Luftqualität am Flughafen Hamburg

Auch 2011 wird die Luftqualität am Flughafen Hamburg mit Hilfe von Bienen überprüft. In der kommenden Woche werden mehrere Bienenvölker in der Nähe der Pisten stationiert. Ihr Honig soll später Aufschluss über die Schadstoffbelastung geben.

Flughafen Hamburg © HOCHTIEF AirPort/Michael Penner

Mehrere Bienenvölker übernehmen am Hamburger Flughafen erneut die Überwachung der Luftqualität. Ab 5. Mai werden die fliegenden Biodetektive in der Nähe der Start- und Landebahnen stationiert, wie eine Flughafensprecherin am Mittwoch mitteilte. Neben dem Honig werden in diesem Frühjahr und Sommer auch Pollen und Wachs auf einen möglichen Schadstoffgehalt hin untersucht.

Mit dem sogenannten Bio-Monitoring mit Bienen untersucht der Hamburger Flughafen bereits im zwölften Jahr die Luftqualität rund um Start- und Landebahn. 2010 hatte Flughafenimker Ingo Fehr Stöcke mit etwa 120.000 Bienen aufgestellt. Damals erfolgte die Untersuchung mit Hilfe von Pflanzen. Eine eventuelle Belastung der Pflanzen, die auf dem Flughafen oder in der Nähe des Flughafens blühen, ließ Rückschlüsse auf die Sauberkeit der Luft zu. Wenn eine Biene in die Umgebung ausfliegt und Nektar und Pollen der Pflanzen sammelt, können aufgenommene Schadstoffe später im Honig nachgewiesen werden.

Der Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel hatte 1999 erstmals Bienenvölker zur Schadstoffermittlung eingesetzt und war damit europaweit der erste Flughafen, der die Idee umgesetzt hat. Mittlerweile sind weitere deutsche und europäische Flughäfen diesem Beispiel gefolgt.

In den Untersuchungen der vergangenen Jahre war der Honig den Angaben zufolge lebensmitteltechnisch stets einwandfrei. Die Ernte der Bienenvölker am Flughafen betrug im Schnitt 150 Kilogramm Honig. Für ein Kilogramm Honig müssen die Bienen auf etwa 150.000 Flügen 15 Millionen Blüten besuchen. Der sortenreiche Flughafenhonig wird zu besonderen Anlässen als Präsent ausgegeben.  

Von: dapd

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