airliners.de Logo

Bielefeld als erster Anteilseigner am Flughafen Paderborn ausgestiegen

Mit 5,9 Prozent war Bielefeld am Flughafen Paderborn beteiligt. Nun ist die Stadt der erste Gesellschafter, der sich verabschiedet. Dafür wurde eine Millionensumme fällig, die andere Ausstiegswillige nicht zahlen wollen.

Ein Flugzeug der Lufthansa am Flughafen Paderborn/Lippstadt. © Flughafen Paderborn/Lippstadt

Die Stadt Bielefeld ist als erster Anteilseigner bei dem in großen finanziellen Schwierigkeiten steckenden Flughafen Paderborn-Lippstadt ausgestiegen. Der Kreis Paderborn übernimmt den Bielefelder Anteil von rund 5,9 Prozent an dem Airport. Unter dem Strich zahle Bielefeld für den Ausstieg und zur Unterstützung der Sanierung des Flughafens 2,5 Millionen Euro, teilte der Kreis Paderborn mit.

Paderborn ist mit bislang 56,4 Prozent größter Anteilseigner des Flughafens. Der kleinste der sechs Hauptverkehrsflughäfen in NRW soll über eine Insolvenz in Eigenverwaltung saniert werden. Neben Bielefeld wollen auch andere kommunale Anteilseigner ihre Anteile abgeben. Zwischen Paderborn und den Kreisen Gütersloh und Lippe wird über die finanziellen Regelungen über den Ausstieg gestritten.

Der Kreistag Höxter hat beschlossen, an der Flughafenbeteiligung festzuhalten. Der Kreis behalte sich aber einen Ausstieg aus der Gesellschaft vor, wenn die Verluste des Flughafens nach der Sanierung über die erwarteten 2,5 Millionen Euro im Jahr steigen sollten, sagte eine Sprecherin.

Von: dk, dpa

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Paderborn/Lippstadt Flughäfen Politik Rahmenbedingungen Corona-Virus Wirtschaft