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Berliner Flughafengesellschaft will ICE-Anschluss für BER

Bevor der BER Ende Oktober ans Netz gehen wird, fordert die Berliner Flughafengesellschaft einen ICE-Anschluss. Neben Umweltaspekten könnte der Flughafen dadurch auch für den Langstreckenmarkt attraktiver werden.

Leerer Flughafenbahnhof BER © dpa

"Wenn wir ICE-Verkehr im Bahnhof unter dem Terminal haben, kann mancher Inlandsflug vermieden werden", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Ein ICE-Anschluss habe große strategische Bedeutung für den Flughafen. Denn mit einem solchen Zubringer ließen sich mehr Flugverbindungen auf der Langstrecke gewinnen.

Nach jetziger Planung gibt es im Fernverkehr lediglich eine Intercity-Verbindung (Linie 17, Rostock-Dresden) zum BER. Der Berlin-Beauftragte der Deutschen Bahn, Alexander Kaczmarek, machte darüber hinaus keine konkreten Zusagen.

IC als Testballon

"Wenn wir mit der Linie 17 erfolgreich sind, dann wird das mit Sicherheit nicht das letzte Angebot gewesen sein." Dies sei ein Testballon. Jeder Fernzug müsse sich rechnen. Auch die zahlreichen Fernzüge am Berliner Hauptbahnhof seien vom BER aus schnell zu erreichen.

Der Flughafen an der Stadtgrenze im brandenburgischen Schönefeld soll nach neun Jahren mit Planungsfehlern, Baumängeln und langwierigen Sanierungen im Oktober in Betrieb gehen. Die Betreiber gehen davon aus, dass zum Start 60 Prozent der Passagiere mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin kommen, in zehn Jahren 70 Prozent.

© airliners.de, Andreas Sebayang Lesen Sie auch: Dresden und Rostock haben einen besonderen Flughafenzug zum BER

Berlins Hauptbahnhof ist mit dem Regionalexpress in etwa 30 Minuten zu erreichen. Frühestens in fünf Jahren soll eine weitere Strecke in Betrieb gehen, die die Fahrtzeit auf 20 Minuten verkürzt.

Von: dpa-AFX, br

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