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Berliner CDU will Magnetschwebebahn zum BER bauen

Die Berliner CDU setzt sich für eine Magnetschwebebahn in der Bundeshauptstadt ein. Sie soll den BER, der voraussichtlich Ende Oktober öffnet, an die Innenstadt anbinden. Das Modell soll auch am Münchner Flughafen eingesetzt werden.

Das TBS-System von Max Bögl soll demnächst auch in China fahren. © Max Bögl

Eine nachhaltige Verkehrswende funktioniere nur mit einem attraktiven ÖPNV, argumentiert der Landesvorsitzende Kai Wegner. Die CDU wolle die Zukunft der Mobilität neu definieren. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" über die Pläne berichtet. Eine S-Bahn-Verbindung zum neuen Flughafen ist bereits vorhanden.

"Eine Hochbahn mit Magnetschwebetechnologie wird ein Leuchtturm für Berlin", so der CDU-Landeschef. Das Hochbahn-System sei umweltfreundlich und nahezu geräuschlos.

Die Hochbahn mit Magnetschwebetechnologie kommt laut CDU von einem deutschen Hersteller. Sie hat zwölf Meter lange, 2,85 Meter breite Fahrzeuge und kann pro Fahrzeugteil 121 Fahrgäste befördern. Sie ist den Angaben zufolge fahrerlos unterwegs und kommt auf eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometern.

Die Spezifikationen entsprechen genau jenen des "Transport Max Bögl (TBS)", das auch am Flughafen München lang ersehnte Magnetbahn-Träume wahr werden lassen soll. Die Bahn kann sowohl ebenerdig als auch als Hochbahn ausgeführt werden. Die Kosten pro Kilometer liegen der Landes-CDU zufolge bei etwa 30 Millionen Euro. Die Hochbahn sei damit erheblich günstiger als neue U-Bahn-Strecken mit Kilometerkosten von mehr als 200 Millionen Euro.

Im chinesischen Chengdu ist das TBS-System ab diesem Sommer auf einer über drei Kilometer langen Teststrecke unterwegs. Eine Magnetschwebebahn mit dem Namen Transrapid wurde bis in die 1990er Jahre in Deutschland entwickelt. In Schanghai wurde eine Strecke 2003 in Betrieb genommen, in Deutschland wurden Planungen etwa für einen Flughafenzubringer in München nicht verwirklicht.

© Firmengruppe Max Bögl, Lesen Sie auch: Warum der Flughafen München ein guter Versuchsstandort für eine Magnetbahn ist Hintergrund

Von: dpa, br, dk

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