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BBI neuer Oneworld-Hub? Berlin will Asien-Drehkreuz werden

Der neue Berliner Flughafen will sich als Drehkreuz für die Asien-Pazifik-Region positionieren. Mindestens zwei Oneworld-Airlines scheinen bereits ein konkretes Interesse daran zu haben, sich mit dem zukünftigen Mitglied Air Berlin in der deutschen Hauptstadt zu vernetzen. 

Bug einer Boeing 777-300ER der Cathay Pacific © AirTeamImages.com

Der künftige Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International will sich als Drehkreuz für Flüge von und nach Asien etablieren und den Flughäfen Frankfurt, Amsterdam, Paris und London Konkurrenz machen. Gegenüber dem „Handelsblatt“ sagte Flughafen-Chef Rainer Schwarz: „Wir sind dank unserer geopolitischen Lage an der Schnittstelle zwischen Ost und West ein idealer Standort für Flüge von und nach Asien."

Fluglinien wie die australische Qantas oder die in Hongkong beheimatete Cathay Pacific Airways würden bei der Bedienung des BBI-Airports Deutschland eine Stunde früher erreichen und könnten so im Hinblick auf die Arbeitszeiten unter Umständen eine zweite Crew einsparen.

Der angestrebte Beitritt des Home-Carriers Air Berlin in das globale Luftfahrtbündnis Oneworld spielt Schwarz noch zusätzlich in die Hände, denn sowohl Qantas als auch Cathay Pacific sind dann Bündnispartner und Air Berlin fliegt die ankommenden Passagiere dann innerhalb Europas weiter. Außerdem verfolgt Air Berlin auch eigene Langstreckenpläne ab Berlin. So fliegt die Airline seit November 2010 nach Dubai, Miami und Mombasa. Im Mai folgt New York.

Zudem hatte Qantas im August des vergangenen Jahres angekündigt, dass sie als Reaktion auf den Ausbau-Stopp der Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick sich in Europa nach einem neuen Drehkreuzen umsehen werde. Benannt wurden konkret die Flughäfen Madrid, wo der Onewolrd-Partner Iberia beheimatet ist, und Berlin.

Schwarz verwies Kritiker in die Schranken, die beim BBI immer wieder von einem Flughafen „ohne Hinterland“ sprechen. Er sieht den Einzugsbereich von Hannover und Magdeburg bis weit nach Polen. Schon jetzt kann Schwarz auf steigende Passagierzahlen verweisen. So konnte im vergangenen Jahr mit insgesamt 22 Millionen Passagieren an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld ein neuer Rekord erzielt werden. Und trotz der seit Januar geltenden Luftverkehrsabgabe legten die Zahlen im Januar um zehn Prozent zu, erläutert Schwarz. Dies sei auch dem wachsenden Kongressgeschäft in Berlin zu verdanken.

Von: airliners.de

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