Bericht: Menschliches Versagen führte zu Absturz von pakistanischem A320

Die gemeinsame Untersuchung mit Airbus habe keinerlei technische Probleme am vor rund einem Monat in Pakistan abgestürzten A320 der Nationalairline PIA zutage gefördert, erklärt die Regierung. Vielmehr hätten die Piloten scheinbar gravierende Fehler begangen.

Pakistan, Karachi: Freiwillige Helfer und Einsatzkräfte suchen nach dem Absturz einer Maschine der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) in einem Wohngebiet nach Überlebenden. © dpa / Fareed Khan/AP

Menschliches Versagen hat laut einem Bericht zu dem Flugzeugunglück mit 97 Toten in Pakistan vor etwa einem Monat geführt. Fehlentscheidungen der Piloten und zu späte Anweisungen der Fluglotsen seien Ursache für den Absturz am 22. Mai in Karatschi, erklärte Luftverkehrsminister Ghulam Sarwar Khan bei der Vorstellung eines vorläufigen Berichts im Parlament. Die gemeinsame Untersuchung mit dem Flugzeugbauer Airbus habe keine technischen Probleme des Flugzeugs gezeigt, so Khan.

Demnach war die Maschine der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) beim ersten Landeanflug zu hoch. Die Piloten seien aufgefordert worden, einen neuen Versuch zu starten, ignorierten die Anweisung jedoch. Zusätzlich sei das Fahrwerk der Passagiermaschine nicht ausgefahren gewesen. Die Gründe dafür waren nicht bekannt. Beim Aufsetzen auf der Landebahn habe der Airbus A320 rund einen Kilometer Strecke gestreift, dabei sollen die Triebwerke beschädigt worden sein. Die Fluglotsen hätten nicht interveniert. Kurz darauf stürzte die Maschine über einem Wohngebiet ab.

Eine Untersuchung der Sprachaufzeichner hat laut Khan zudem ergeben, dass die Piloten den ganzen Flug über die Corona-Pandemie diskutiert hätten. Die Piloten sollen besorgt über infizierte Familienangehörige gewesen sein. 97 Menschen starben bei dem Unglück, zwei Passagiere überlebten den Absturz. Gegen die Fluglotsen werde nun ermittelt.

Von: dk, dpa

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