BER: Vorerst kein Spitzentreffen zu Flughafen-Problemen

Ein Krisentreffen zur Lage am künftigen Hauptstadtflughafen kommt erst einmal nicht zustande. Doch der Landtag in Potsdam will von Flughafenchef Mehdorn und Ministerpräsident Woidke mehr wissen.

Hell erleuchtetes BER-Terminal © dpa / Paul Zinken

Zu den Problemen am künftigen Hauptstadtflughafen wird morgen nun doch kein Spitzentreffen geben. Geplant war ein Gespräch zwischen Flughafen-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn und den Regierungschefs aus Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Dietmar Woidke (beide SPD). Woidke sagte heute am Rande der Landtagssitzung in Potsdam: «Es wird ein Treffen geben, aber sicher nicht morgen.»

In einem Brief an die Landesregierung vom 21. Februar hatte Mehdorn einen «Termin» mit Berlins Regierungschef Klaus Wowereit und Woidke am 27. Februar erwähnt. Dabei sollte es um den Zeitplan bis zur Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld gehen. Warum das Treffen abgesagt wurde, blieb zunächst unklar. Am Montag war bekanntgeworden, dass Mehdorn eine Flughafeneröffnung erst 2016 für möglich hält.

Die Abgeordneten des Brandenburger Landtages wollen am Donnerstagabend Woidke und Mehdorn im Flughafen-Sonderausschuss zum Baufortschritt und der Finanzierung befragen. Die «Bild»-Zeitung (Mittwoch) berichtete von einer möglichen Kostensteigerung von 4,7 Milliarden auf 6,1 Milliarden Euro. Dafür gab es aber keine Bestätigung.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) sagte der Nachrichtenagentur dpa, eine Sitzung des Projektausschusses des Flughafen-Aufsichtsrats werde um zwei Wochen auf den 14. März vorgezogen. Dort müsse Mehdorn zu den jüngsten Turbulenzen um die Absage des Testbetriebs und der Verschiebung der Nordbahn-Sanierung Stellung nehmen. Dabei gehe es auch um Unklarheiten beim Umbau der Brandschutzanlagen. Immer wieder kämen Informationen am Aufsichtsrat vorbei an die Öffentlichkeit. «Das geht so nicht», sagte Christoffers, der auch im Aufsichtsrat sitzt.

Von: dpa

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