BER-Untersuchungsausschuss besucht Flughafen Tegel

Der Untersuchungsausschuss zum Hauptstadtflughafen BER macht sich im City-Flughafen ein Bild von der veralteten Infrastruktur. Flughafen-Chef Lütke Daldrup wollte dies ursprünglich verhindern.

Der Flughafen Berlin-Tegel soll sechs Monate nach BER-Eröffnung geschlossen werden. © dpa / Paul Zinken

Der erste Außentermin des neuen BER-Untersuchungsausschusses führt nach - Tegel. Das Gremium des Berliner Abgeordnetenhauses soll eigentlich das jahrelange Debakel um den Bau des künftigen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld untersuchen. Am Freitag entschieden die Parlamentarier jedoch, sich im November zunächst den Airport Tegel zeigen zu lassen.

Der Flughafen sollte eigentlich schon 2012 schließen, muss aber länger durchhalten, weil in Schönefeld ein Eröffnungstermin nach dem anderen platzte. "Je länger ich Tegel offenhalte, desto länger habe ich dort Probleme", verwies der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter auf die veralteten Anlagen.

"Wir haben altersbedingte Ausfallrisiken, die wir nicht komplett ausschließen können", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Die Heizkessel seien störanfällig, auch die Kühlung, die Notstromaggregate aus den 70er Jahren sowie die Schmutz- und Regenwasseranlagen.

Im Einsetzungsbeschluss hatte das Landesparlament dem Ausschuss aufgetragen, auch Mängel und Verschleißerscheinungen in Tegel zu untersuchen. Lütke Daldrup bezweifelt die rechtliche Grundlage, lud die Abgeordneten am Freitag aber dennoch ein.

Von: dpa

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