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BER-Mitarbeiter klagen über elektrische Schläge bei Handgepäckkontrolle

Über 60 mal soll es seit der BER-Eröffnung schon zu Unfällen mit Stromschlägen durch Geräte der Handgepäckkontrolle gekommen sein, vermeldet Verdi. Zu einer Aussetzung der Kontrollen soll es jedoch nicht kommen.

Handgepäckkontrolle am Flughafen Tegel. © Securitas

Mehrere Sicherheitsmitarbeiter haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bei der Arbeit mit Geräten der Handgepäckkontrolle am Berliner Flughafen BER elektrische Schläge erlitten. Die Beschäftigten berichteten von "starken Schmerzen, Taubheitsgefühl und Benommenheit", teilte Verdi am Montag mit. Behandelnde Ärzte hätten einige Betroffene krank geschrieben.

"Insgesamt soll es bereits mehr als 60 Unfälle gegeben haben", bei denen zum Teil auch der Rettungsdienst anrücken musste, hieß es. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) sprach auf Anfrage ebenfalls von einem "vermehrten Auftreten der elektrostatischen Entladungen".

"Die Unfälle treten an allen Geräten der Gepäckkontrollen im Terminal 1 am neuen Flughafen BER auf und können bei Kontakt auch die Passagiere treffen", teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft forderte, die Sicherheitskontrollen mit den betroffenen Geräten einzustellen, bis die technische Ursache gefunden und abgestellt worden sei.

Die FBB steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Bundespolizei, die für die Geräte verantwortlich ist. "Daher wissen wir, dass die zuständigen Stellen der Bundespolizei verschiedene Maßnahmen ergriffen haben, die bereits zu einer deutlichen Reduzierung der elektrostatischen Entladungen geführt haben", teilte die FBB weiter mit. Eine Aussetzung der Sicherheitskontrollen im Terminal 1 sei nicht nötig.

Von: dk, dpa

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