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BER ist bereit für die Inbetriebnahme

Der BER ist laut der Betreibergesellschaft FBB bereit für die Inbetriebnahme. Das ist das Ergebnis eines seit April organisierten Probebetriebs. Dieser wurde erfolgreich abgeschlossen. Für den Start rechnet man mit viel weniger Betrieb als üblich.

Komparsengepäck am BER. © airliners.de / David Haße

Ende vergangener Woche war der Probebetrieb am Flughafen zu Ende gegangen, bei dem seit April die Abläufe auf dem Gelände getestet und überprüft wurden. "Unser Hauptziel des Probebetriebs wurde erreicht: Wir haben aus dem fertiggestellten Gebäude einen funktionsfähigen Flughafen gemacht", sagte der Chef des Hauptstadtflughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup. Seit Anfang dieses Jahres seien Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und der verschiedenen Partner auf die Eröffnung vorbereitet worden, erklärte die Flughafengesellschaft.

Zusätzlich waren demnach seit April jeden Dienstag und Donnerstag rund 400 Komparsen auf dem Flughafengelände zu Gast, um Arbeitsabläufe zu proben. Fast 10.000 Komparsen konnten den BER so kennenlernen, rund 179.000 Gepäckstücke wurden probeweise abgefertigt, 54.000 Buchungen für 2.350 fiktive Flüge wurden vorgenommen. Auch die Abläufe am Bahnhof direkt unter dem Hauptterminal wurden getestet.

Als Konsequenz der Übungen wurden Hinweisschilder umgestaltet oder ausgetauscht, um für eine bessere Orientierung zu sorgen. Auch zusätzliche Mülleimer wurden am Flughafen aufgestellt, weil die bisherigen nicht ausgereicht hätten. Zudem weitere Handy-Ladestationen.

© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Günter Wicker Lesen Sie auch: "Es fehlten vor allem Smartphone-Ladestationen" Interview

Nur 5000 Passagiere pro Tag

Zur Eröffnung des Flughafens rechnet die Flughafengesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie mit niedrigen Passagierzahlen. Im Oktober und November erwarte man nur rund 20 Prozent des Fluggastaufkommens der Vorjahre. "Das ist ein Wert der sehr niedrig ist und alle warten darauf, dass wir Fortschritte in der Pandemiebekämpfung erreichen", sagte Daldrup. Wir haben natürlich dadurch ausreichende Kapazität, um auf alle Störungen reagieren zu können. Darauf haben wir uns intensiv auch in Sonderprozessen vorbereitet."

Für den ersten vollen Betriebstag am 1. November rechte man bei der Flughafengesellschaft am Hauptterminal T1 mit rund 5000 Fluggästen. Wenn eine Woche später der Flughafen Tegel schließt, würden am T1 dann rund 16.000 Passagiere abgefertigt, sagte Lütke Daldrup. Weitere 8000 Fluggäste würden dann über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient.

© Aviation Services & Media, Lutz Schönfeld Lesen Sie auch: Aus Schönefeld wird BER-"Terminal 5"

Die BER-Inbetriebnahme beginnt am 31. Oktober mit der Eröffnung des Terminals 1. An diesem Tag werden demnach parallel eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Easyjet sowie eine Maschine der Lufthansa ankommen.

Von: afp, dpa, br

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