BER: Gefährdet eine Teileröffnung das Gesamtprojekt?

Der zuständige Landrat hat von einer Teileröffnung des künftigen Hauptstadtflughafens BER abgeraten. Dies führe nur zu weiteren Verzögerungen und gefährde letztlich die Baugenehmigung. Die Betreibergesellschaft hält dagegen.

Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg © dpa

Die Betreibergesellschaft hält Bedenken gegen eine Teileröffnung des neuen Hauptstadtflughafens für unbegründet. "Die Teileröffnung, über die wir nachdenken, verzögert nicht die Gesamtinbetriebnahme des Flughafens", sagte der Sprecher Ralf Kunkel am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Er reagierte damit auf Äußerungen des für die Flughafen-Baugenehmigungen zuständigen Landrats Stephan Loge (SPD).

Loge hatte der "Märkischen Allgemeinen" (Samstag) gesagt: "Wir raten von Teileröffnungen ab, weil das zu weiteren Verzögerungen bei der Fertigstellung führen würde. Der gesamte Flughafen muss fertig werden." Langsam werde die Zeit knapp, "denn die sehr komplexe Baugenehmigung für den Flughafen, die schon einmal verlängert wurde, gilt bis zum Frühjahr 2015. Wenn er bis dahin nicht fertig ist, geht das ganze Genehmigungsverfahren von vorne los."

Kunkel sagte, Entscheidungen in Sachen Eröffnung seien noch nicht gefallen. "Wir prüfen derzeit verschiedenste Szenarien. Klar ist aber, dass wir mit "Sprint" sämtliche Bau- und Planungsprozesse beschleunigt haben." "Sprint" ist der Name des Programmes, mit dem Flughafenchef Hartmut Mehdorn die Restbauarbeiten im Terminal, Genehmigungen, den Probebetrieb und den Flughafenumzug bündeln will.

Im Herbst soll ein Zeitplan für die Inbetriebnahme des Flughafens genannt werden. Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hatte Anfang Juli angekündigt, dass am Nordpier des neuen Gebäudes ein Testbetrieb für kleinere Fluggesellschaften beginnen könne.

Von: dpa, dpa-AFX

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