BER-Flugroute wird Fall für das Bundesverfassungsgericht

Kläger gegen die Müggelseeflugroute am künftigen Hauptstadtflughafen BER sind nun vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Wann das Gericht sich der Sache annimmt, ist aber noch offen.

BER Abflugstrecken 07L (Nordbahn - Ostbetrieb) © DFS

Die geplante Müggelsee-Flugroute am Hauptstadtflughafen BER ist nun auch ein Fall für Karlsruhe. Dem Bundesverfassungsgericht liegen zwei Verfassungsbeschwerden vor, bestätigte ein Gerichtssprecher am Mittwoch einen Zeitungsbericht. Wann sich das Gericht damit befassen wird, ist noch nicht absehbar.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Müggelsee-Flugroute im Dezember 2014 bestätigt. Die Revision eines Umweltverbands und mehrerer Grundstückbesitzer gegen Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg waren damit erfolglos geblieben.

Die Würzburger Kanzlei Baumann begründete den Gang nach Karlsruhe damit, dass das Grundrecht auf Vertrauensschutz verletzt worden sei. Die "maßgeblichen Entscheidungsträgern" hätten gewusst, dass die Routen anders als ursprünglich angenommen festgelegt werden müssen.

dpa, Soeren Stache Lesen Sie auch: Richter weisen weitere Klage gegen geplante Flugroute am BER ab

Die Müggelsee-Flugroute führt von der Nordbahn des Airports in Richtung Osten über den Großen Müggelsee. Die Flugzeuge werden dabei auch besonders geschützte Natura-2000-Gebiete überfliegen. Bei einer Flughöhe von 600 Metern ist laut Bundesverwaltungsgericht jedoch nicht mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen.

Von: dpa

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