BER-Chef will Flughafen keinesfalls von eigener Gesellschaft ausbauen lassen

Der neue Hauptstadtflughafen BER wird nach seiner Eröffnung "vom ersten Tag an zu klein" sein, weiß Airportchef Mühlenfeld. Eine Erweiterung in Eigenregie kommt für ihn definitiv nicht infrage.

August 2015: Der neue Flughafenchef Karsten Mühlenfeld räumt ein, die Baufertigstellung werde nicht bis März 2016 gelingen. Grund sei die Insolvenz des Gebäudetechnikausrüsters Imtech Deutschland. © dpa / Patrick Pleul

BER-Chef Karsten Mühlenfeld will den neuen Hauptstadtflughafen nach Eröffnung in jedem Fall von externen Fachleuten ausbauen lassen. Eine Erweiterung in Eigenregie komme definitiv nicht mehr infrage, sagte Mühlenfeld der "Wirtschaftswoche". Ein Generalunternehmer würde hinzugezogen, um den Pannen-Flughafen dem stetig wachsenden Passagieraufkommen in Berlin anzupassen.

Der neue Flughafen werde nach der für 2017 geplanten Eröffnung schon "vom ersten Tag an zu klein" sein, sagte Mühlenfeld der "Wirtschaftswoche". Nach aktueller Planung könnten am BER etwa 25 Millionen Fluggäste jährlich abgefertigt werden, allein 2015 seien an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld jedoch schon fast 30 Millionen Passagiere registriert worden. Schönefeld solle daher bis 2023 weiter zur Abfertigung genutzt werden.

Danach solle der Ausbau des BER Abhilfe schaffen, sagte Mühlenfeld. Dafür werde noch in diesem Jahr ein eigener "Masterplan" angestoßen.

Von: gk, AFP

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