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BER-Aufsichtsratschef für Einstieg privater Investoren

Der Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft (FBB) spricht sich für den Einstieg privater Investoren aus und bezeichnet die Finanzlage des Unternehmens als "sehr ernst". Die Eigentümer lehnen den Einstieg bisher ab.

FBB-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. © dpa

Für den Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, Rainer Bretschneider, spräche nichts gegen einen Einstieg privater Investoren bei dem Unternehmen. "Da hätte ich persönlich überhaupt nichts gegen", sagte er im RBB-Inforadio. "Aber Sie müssen natürlich sehen, dass auch ein privater Investor eine Rendite auf sein eingesetztes Kapital will, und das dürfte im Moment schwierig werden."

Allerdings sähen die bisherigen Eigentümer - der Bund sowie die Bundesländer Berlin und Brandenburg - das anders. Besonders Berlin soll den Einstieg privater Investoren blockieren, heißt es aus dem Umfeld.

Angesichts eingebrochener Fluggastzahlen in der Corona-Krise und hoher Kosten für den Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER steckt die Flughafengesellschaft in einer finanziellen Krise. "Die Lage ist sehr ernst", betonte Bretschneider.

© andreas-scheuer.de, Lesen Sie auch: Bundesverkehrsminister rechnet mit weiteren Millionen für den BER

"Die Finanzlage und das Eigenkapital insbesondere sind nicht so, dass wir zukunftsorientiert aufgestellt sind." Man stehe deshalb im kontinuierlichen Austausch mit den Gesellschaftern und habe bereits um finanzielle Unterstützung für das Jahr 2021 gebeten.

Der Bund und die beiden beteiligten Länder unterstützen das Unternehmen in diesem Jahr bereits mit 300 Millionen Euro. Für kommendes Jahr ist ein Darlehen von rund 550 Millionen Euro zugesagt. An diesem Wochenende soll der BER mit rund neun Jahren Verspätung eröffnen.

Von: dpa, br

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