Beim Zeitplan für BER-Eröffnung wird es immer enger

Im Streit um das Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen BER ist eine Einigung erzielt worden. Doch der Zeitplan für die Eröffnung des Airports ist weiter unter Druck geraten.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH, Karsten Mühlenfeld. © dpa / Britta Pedersen

Der Zeitplan für die bislang vorgesehene Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Ende 2017 ist nach Aufsichtsratsangaben noch stärker unter Druck geraten. "Obwohl es jeden Tag enger wird, in 16 die Bautätigkeit zu beenden, und in 17 zu fliegen, ist es immer noch möglich", sagte der Berliner Regierende Bürgermeisters Michael Müller (SPD).

Er fügte hinzu: "Mir ist dieses Datum sehr wichtig. Ich streite mich aber zum Schluss nicht um vier Wochen. Bei all dem, was wir hinter uns haben mit diesem Projekt, glaube ich wirklich, kommt es nicht darauf an, ob es der Dezember 17 oder der Januar 18 ist."

Von neuen Anforderungen überrascht

Hintergrund sind Anforderungen des Eisenbahnbundesamts und der Deutschen Bahn, die den Flughafen in dieser Woche überrascht hätten, wie Müller sagte. Sie beträfen den Brandschutz am Übergang vom Terminal zum unterirdischen Flughafenbahnhof. Die Auswirkungen wolle er in direkten Gesprächen mit den Behörden klären.

© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert Lesen Sie auch: Bei späterer BER-Eröffnung ist Tegel der Plan B

Der sechsmonatige Puffer im Zeitplan ist demnach nahezu aufgebraucht. "Der Puffer musste leider genutzt werden - dafür ist er ja da. Da ist nicht mehr viel Spielraum", sagte Müller nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag in Berlin-Tegel.

Grundlage für alle weiteren Beschlüsse

Im Streit um den Standort des künftigen Regierungsterminals am neuen Hauptstadtflughafen gibt es hingegen im Grundsatz eine Einigung. Aus sechs Varianten habe man eine Grundlage für alle weiteren Beschlüsse ausgewählt, sagte Müller.

Sie sieht vor, dass der Protokollbereich für Staatsgäste rund fünf Jahre nach der Eröffnung des Großflughafens in Betrieb gehen kann, wie Flughafenchef Karsten Mühlenfeld sagte.

Die Flächen dafür, die der Flughafen für zivilen Verkehr beansprucht hatte, sollen dem Bund demnach Stück für Stück übergeben werden. Gleichzeitig werden zusätzliche Stellplätze für Flugzeuge gebaut. Über mögliche Kostensteigerungen für das Projekt soll bei der nächsten Aufsichtsratssitzung beraten werden.

Von: gk, dpa

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