Bayern investiert 40 Millionen Euro in Luftfahrtstandort Augsburg

Seit dem Aus der A380 stehen im Augsburger Werk der Airbus-Tochter Premium Aerotec bis zu einem Drittel der Jobs zur Disposition. Die Landesregierung legt ein Forschungsprogramm auf, um den Standort fit für die Zukunft zu machen.

Mitarbeiter von Premium Aerotec © Premium AEROTEC

Die bayerische Politik will der heimischen Luftfahrtindustrie mit einem 40 Millionen schweren Forschungsprogramm unter die Arme greifen. Wie Ministerpräsident Söder (CSU) nun im Technologiepark Augsburg bei einem Unternehmertreffen bekannt gab, soll das Geld in die Entwicklung neuer Leichtbauwerkstoffe und die Digitalisierung von Fertigungsprozessen investiert werden und vor allem den Wirtschaftsstandort Augsburg stärken.

Laut der Augsburger CSU solle auch der zuletzt mit Berichten um mögliche Arbeitsplatzreduzierungen beim Branchenriesen Premium Aerotec angedeuteten Entwicklung entgegengewirkt werden.

Weil das auf Leichtbauelemente spezialisierte Unternehmen künftig nicht mehr ausgelastet ist, unter anderem wegen der auslaufenden Herstellung des Flugzeugtyps A380, prüft der Airbus-Zulieferer mittelfristig den Abbau von bis zu 1100 der 3600 Stellen in Schwaben.

Die Entwicklung von Carbon-Teilen steht im Fokus

Augsburg ist seit einiger Zeit ein Zentrum für die Erforschung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Insbesondere für Automobilhersteller sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie werden dabei die Möglichkeiten der Nutzung von Carbon-Bauteilen untersucht.

In Bayern sind neben Airbus weitere große Unternehmen der Luftfahrtindustrie beheimatet, wie MTU Aero Engines und Liebherr Aerospace. Laut CSU solle das neue Programm dazu beitragen, Fachkräfte zu vernetzen und über gemeinsame Plattformen Projekte im Rahmen von Industrie 4.0, Leichtbau und Faserverbund, Mechatronik und Automation, IT und Embedded Systems, Umwelttechnik, Luft- und Raumfahrt erarbeiten.

© Premium Aerotec, Lesen Sie auch: Aiwanger: Airbus soll Augsburger Standort mehr Aufträge geben

Von: dk, dpa

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