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Bayerisches Flugaufkommen 2020 auf dem Level von 1990

Von den drei bayerischen Verkehrsflughäfen musste im Corona-Jahr Memmingen den geringsten anteiligen Rückgang bei der Fluganzahl hinnehmen. Das kann die Verluste am Münchner Hub aus Landessicht natürlich kaum ausgleichen.

Flughafen München (Riem) im Jahr 1989. © Flughafen München GmbH / Peter Bock-Schroeder FMG

In den bayerischen Terminals war so wenig los wie zuletzt vor 30 Jahren: Die Verkehrsflughäfen im Freistaat haben im Corona-Jahr 2020 nur noch ein Viertel der Fluggäste des Vorjahres abgefertigt.

Die Zahl der Reisenden an Bord sei im vergangenen Jahr um 76,4 Prozent auf insgesamt rund 12,7 Millionen gesunken, teilte das Statistische Landesamt in Fürth mit. Einen Wert unter der 13-Millionen-Marke habe es das letzte Mal 1991 gegeben.

Auf den drei großen bayerischen Verkehrsflughäfen München, Nürnberg und Memmingen starteten und landeten im Jahr 2020 rund 163.000 Maschinen - Privatflüge nicht mitgerechnet. Das waren 65 Prozent weniger als im Vorjahr, der Rückgang war mithin etwas geringer als bei den Passagierzahlen.

Passagiere der bayerischen Flughäfen seit 1990 Bayerisches Landesamt für Statistik

Knapp 88 Prozent des landesweiten Passagieraufkommens entfielen auf den Flughafen München. Dort sanken die Passagierzahlen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent auf 11,1 Millionen, bei 140 200 Starts und Landungen (minus 66 Prozent). Das Fracht- und Postaufkommen ging um 56 Prozent auf 158.000 Tonnen zurück.

Von den rund 900.000 Passagieren in Nürnberg (minus 78 Prozent) waren 86 Prozent Auslandsreisende. Die Franken meldeten insgesamt 14.500 Flugbewegungen und damit 66 Prozent weniger als 2019. Das Fracht- und Postaufkommen sank um 7 Prozent auf knapp 6700 Tonnen. Bayerns jüngster Verkehrsflughafen Memmingen meldete knapp 8200 Starts und Landungen und damit 42 Prozent weniger als im Jahr 2019.

Von: dk, dpa

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