Bauministerium beharrt auf Standort für Regierungsflughafen

Weil der neue Hauptstadtflughafen BER noch immer nicht startklar ist, kommen auch die Pläne für den Protokollbereich der Bundesregierung nicht voran. Nun deutet sich sogar Streit um den Standort an.

Blitze zucken aus dunklen Gewitterwolken über dem Terminal des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER). © dpa / Patrick Pleul

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hält am Standort für das geplante Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen fest. Eine Verdrängung aus dem zugesagten Baufeld werde die Bundesregierung nicht akzeptieren, heißt es in einem Bericht Hendricks' an den Bauausschuss des Bundestags.

Das birgt Probleme für das noch junge Vorhaben des Flughafenchefs Hartmut Mehdorn, das alte Schönefelder Terminal weiter zu nutzen, wenn der neue Flughafen in Betrieb ist. Er reagiert damit auf absehbare Engpässe im Neubau.

Das alte Terminal wollte aber eigentlich der Bund nutzen, bis nebenan der neue Regierungsflughafen fertig ist. Die Planungen dafür haben schon 50 Millionen Euro verschlungen, wie es in dem Bericht heißt.

Mehdorn hatte nach der letzten Aufsichtsratssitzung im Juni gesagt, auch der Bund müsse ein Interesse an einer Lösung im Konsens haben. Der Bund sitzt dabei auf beiden Seiten des Verhandlungstisches: Mit Berlin und Brandenburg ist er Eigentümer der Flughafengesellschaft. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), hatte Mehdorn schon im März Rückendeckung gegeben. Das Aufsichtsratsmitglied sprach von einer Lösung mit Charme.

Von: dpa

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