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BARIG fordert einheitliche Flüssigkeitsregelung

In der Diskussion um die Regelung für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck hat das Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) eine für den Fluggast verständliche weltweite Regelung gefordert.

Beutel mit Kosmetika, die Flüssigkeiten enthalten © dpa

Die bisher geltende Regelung zu Flüssigkeiten im Flug-Handgepäck soll nach dem Willen des Europaparlaments baldmöglichst geändert werden. Die EU-Verordnung, wonach Flugpassagiere Flüssigkeiten nur in maximal 100-Milliliter fassenden Behältern in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit einem maximalen Fassungsvolumen von einem Liter an Bord bringen dürfen, ist seit langer Zeit umstritten.

Jetzt lockert die EU das Flüssigkeitsverbot für Duty-Free-Einkäufe in den USA und Kanada. Voraussetzung ist jedoch, dass die Flaschen und Tuben in einem versiegelten, durchsichtigen Beutel bei den Sicherheitskontrollen beim Umsteigen auf einem europäischen Flughafen vorgelegt werden. Ab 2011 soll das Verbot weiter gelockert werden.

Das Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) verlangt zu diesem Thema eine einheitlich gültige Regelung: „Die Verbesserung für Fluggäste aus Nordamerika, die auf einem EU-Flughafen ankommen, umsteigen und weiterfliegen, ist im Prinzip ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Martin Gaebges, Generalsekretär des BARIG. Allmählich werde es aber zu einer richtigen Wissenschaft, was Passagiere wann, wo und auf welcher Flugstrecke mit an Bord nehmen und beim Umsteigen weiter transportieren dürfen. Eine einheitliche und für den gesamten Flugverkehr geltende Regelung sei daher unumgänglich, ergänzt Gabges.

Flughäfen warnen vor unausgereifter Scannertechnik

Voraussetzung für die neue Forderung ist die Verfügbarkeit von Scannern, die Flüssigsprengstoff erkennen können. Der Flughafenverband ADV hatte im November vergangenen Jahres davor gewarnt, die Flughafenbetreiber zu verpflichten, 2013 eine möglicherweise unausgereifte Technik einzuführen. Den Preis würden die Passagiere über höhere Sicherheitsentgelte zahlen müssen, hieß es.

Die EU hatte die Mitnahme von Flüssigkeiten im Jahr 2006 massiv eingeschränkt, nachdem die britische Polizei am Londoner Flughafen Heathrow Terroranschläge auf US-Flugzeuge vereitelt hatte. Seiter dürfen Passagiere in der Regel maximal 100 Milliliter pro Packung oder Gefäß an Bord mitführen. Außerdem darf die Gesamtmenge der Flüssigkeiten einen Liter nicht überschreiten und muss in einem durchsichtigen und wiederverschließbaren Beutel verstaut sein. Babynahrung und Medikamente sind in der Regel von dem Verbot ausgenommen.

Von: BARIG, airliners.de

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