Balke schließt Verkauf von Germania aus

15 Millionen Euro fehlen Germania aktuell, sagt Airline-Chef Balke in einem Interview. Zudem berichtet er von einem negativen Finanzergebnis 2018. Verkauft werden soll die Airline aber nicht.

Germania-Chef Karsten Balke. © airliners.de

Der Eigentümer und Chef von Ferienflieger Germania, Karsten Balke, schließt einen Verkauf dieser aus. Dies sagte er im Interview mit der "Münsterschen Zeitung". Nach der Meldung über Finanznot vergangene Woche waren Spekulationen über ein Verkauf der Airline laut geworden.

Balke zufolge hat Germania aktuell 15 Millionen Euro "kurzfristigen Liquiditätsbedarf". Man habe das Geschäftsjahr 2018 mit einem Minus abgeschlossen; die "Sicherheitsanforderungen unserer Partner" seien daher nun dementsprechend hoch. Im Geschäftsjahr 2017 konnte die Germania-Gruppe das Ergebnis deutlich verbessern.

Nicht zuletzt durch "die öffentliche Berichterstattung und intensive Verhandlungen", betont Balke, sei es gelungen, "in den letzten Tagen mehr als die Hälfte der erforderlichen Finanzmittel einzusammeln". Er gehe davon aus, dass "wir im Laufe der nächsten Tage auch die restlichen Mittel einwerben".

Mitteilung über Liquiditätsengpässe

Schon länger ranken sich in der Branche Gerüchte um die angespannte finanzielle Situation von Germania. Vergangene Woche teilte die Airline mit, dass man aktuell verschiedene Optionen prüfe, "um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern".

Reiseveranstalter und Airports teilten auf Nachfrage mit, dass sie an der Zusammenarbeit mit Germania festhalten würden. Düsseldorf-Chef Thomas Schnalke hob zudem den Stellenwert Germanias nach dem Wegfall von Air Berlin hervor.

© AirTeamImages.com, Dominik Spuller Lesen Sie auch: Airports setzen weiter auf Germania

Von: br

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