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Bis zu zwei Milliarden US-Dollar Erlös BAE Systems verkauft Luftfahrtsparte

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems will sich von seinem Luftfahrtgeschäft trennen und stößt damit auf reges Interesse. Namhafte amerikanische Firmen sollen unter den möglichen Bietern sein. Doch erst wenn der Preis stimmt, will BAE verkaufen. Dies sei kein Notgeschäft, betonte der Konzern.

BAE-Pavillion auf der Farnborough Air Show 2008 © BAE Systems

Europas größter Rüstungskonzern BAE Systems spürt eine rege Nachfrage nach seinem zum Verkauf stehenden Luftfahrtgeschäft. Es gibt "ein recht hohes Interesse" an der Sparte, sagte der BAE Investor-Relations-Leiter am Donnerstag (Ortszeit). Er fügte aber hinzu, der Prozess sei noch nicht so weit gediehen, um sagen zu können, ob und wann ein Abschluss anstehe. Abhängig von den Angeboten werde sich BAE entscheiden, das Geschäft zu verkaufen oder zu behalten. "Das ist kein Notverkauf. Es ist ein sehr gutes, starkes Geschäft."

Laut Kreisen hat die Sparte eine Reihe namhafter Interessenten auf den Plan gerufen. Neben den US-Konzernen General Electric (GE), Honeywell und United Technolgies gehörten auch Branchenzulieferer wie Goodrich und der Finanzinvestor Carlyle zu den möglichen Bietern für die bis zu zwei Milliarden Dollar teure Sparte, hieß es im Oktober von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

GE gehöre neben dem Energietechnologie-Unternehmen Eaton weiter zu den Interessenten, hieß es jüngst aus Kreisen. Die finalen Angebote dürften in diesem Monat eingehen. GE ist einer der Hauptkunden für die Triebwerkskontrollsysteme von BAE. Daher müsste jeder künftige Eigentümer des Geschäfts eine enge Beziehung zu den Amerikanern pflegen. Daher gilt GE auch als Bieter mit der stärksten Position, sollte sich der Mischkonzern entscheiden, ein Angebot abzugeben. United Technologies als weiterer möglicher Bieter konkurriert wiederum mit GE im Triebswerksmarkt.

Von: dpa-AFX

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