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Zwölf Airlines auf der «Einkaufsliste» BA und Iberia auf Brautschau

Die beiden Fluggesellschaften British Airways (BA) und Iberia haben eine Liste erarbeitet, die potentielle Übernahmekandidaten und Fusionspartner enthält. Einige Transaktionen könnten quasi sofort umgesetzt werden, zitiert die "Financial Times" BA-Chef Willie Walsh.

Flugzeuge der Iberia und British Airways in Madrid (Archifoto). © AirTeamImages.com / TT

British Airways und Iberia wollen nach ihrem Zusammenschluss auf Einkaufstour gehen. Beide Unternehmen hätten eine insgesamt zwölf Gesellschaften umfassende Liste möglicher Übernahmeziele und Fusionspartner erarbeitet, sagte der British-Airways-Chef Willie Walsh am Sonntag in Mumbai. Die Liste mit Übernahmezielen habe ursprünglich 40 Namen umfasst. Bislang habe es aber noch keine Gespräche mit irgendeiner Fluggesellschaft gegeben, fügte er hinzu.

Einige Transaktionen könnten quasi sofort umgesetzt werden, zitiert die "Financial Times" (FT) Walsh. In anderen Fällen könnten die gesetzlichen Bestimmungen zur Beteiligung ausländischer Unternehmen das Vorhaben deutlich erschweren.

Die Übernahmeliste umfasst der Zeitung zufolge Billigfluglinien sowie traditionelle Anbieter aus mehreren Staaten, darunter auch schnell wachsende Schwellenländer wie Brasilien, Indien und China. Walsh habe aber sich nicht äußern wollen, an welchen Firmen die beiden Fluggesellschaften interessiert seien. Doch erst jüngst schloss er ein Kooperationsabkommen mit der indischen Kingfisher Airlines. Auch American Airlines, die chilenische LAN, die selbst mit der brasilianische TAM fusionieren will, oder Australiens Qantas gelten als logische Partner. In Europa sollen Air Berlin, Finnair und die irische Aer Lingus auf der "Einkaufsliste" stehen.

British Airways und Iberia wollen bis zum Jahresende unter dem Dach der neuen Fluggesellschaft International Airlines Group (IAG) fusioniert haben. Die Europäische Kommission hatte die Fusion Mitte Juli genehmigt. Es gebe weiterhin ausreichend Konkurrenz auf den wichtigsten Strecken, entschieden die Brüsseler Wettbewerbshüter. Die Anteilseigner sollen im November zustimmen.

Von: dpa-AFX

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