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Avantiair steht vor Flottenerneuerung

Avantiair startet mit einer Flottenerneuerung. Der deutsche Adhoc-Charter-Spezialist trennt sich jetzt von einer ersten Fokker 100. Geplant war der Schritt schon länger. Als Ersatz stehen zwei Modelle in der engeren Auswahl. Am liebsten würde sich Avantiair vergrößern.

Eine Fokker 100 der Avantiair. © AirTeamImages.com / Daniel Nicholson

Avantiair startet in diesem Jahr die geplante Flottenerneuerung. Nun hat der Adhoc-Charter-Spezialist aus dem nordrhein-westfälische Burbach seine bestehende Flotte aus zwei Fokker 100 verkauft. Käufer ist laut dem Portal "CH-Aviation" die australische Network Aviation. Die Australier haben in der Vergangenheit auch die letzten Fokker 100 der Schweizer Regionalairline Helvetic übernommen.

Die erste der zwei Fokker soll noch im Laufe des Januars nach Australien überstellt werden, heißt es auf dem Schweizer Portal. Die zweite Maschine werde im Oktober folgen.

Nachfolge entscheidet sich zwischen E190 und A319

"Wir schauen uns den Airbus A319 und die Embraer E190, sowie ein weiteres Muster unterhalb dieser beiden an", so Miteigentümer und Gründer Stefan Kissinger zu airliners.de. Die Präferenz liege derzeit beim A319, da die Betriebskosten auf den Sitzplatz gerechnet nur geringfügig höher seien als bei der Fokker 100, so Kissinger weiter.

Die Präferenz liege derzeit beim Airbus, und zwar in einer Konfiguration von 100 beziehungsweise 144 Sitzplätzen. Auch denke man dabei Avantiair darüber nach, künftig wieder eine Flotte aus zwei verschiedenen Flugzeugmustern zu betreiben, so Kissinger. Damit rechnet sich die Airline auf dem ACMI-Markt bessere Chancen aus.

Überraschend kommt die Flottenmodernisierung nicht. Bereits Ende 2019 kündigte die Airline gegenüber airliners.de an, dass man sich nach neuen Flugzeugen umschaue. Damals hieß es, dass die schrittweise Erneuerung der Flotte für die kommenden zwei bis drei Jahren geplant sei. Als Zielgröße nannte die Airline damals den Bereich der 100-Sitzer.

Die inhabergeführte Fluggesellschaft, die vor rund 26,5 Jahren in Frankfurt am Main von den Piloten Markus Baumann und Stefan Kissinger gegründet wurde, hat bereits Erfahrungen mit vielen verschiedenen Flugzeuggrößen. Von kleinen Geschäftsreiseflugzeugen über Beech 1900, ATR 42 und 72 bis hin zur Fokker hatte sich Avantiair dabei zuletzt immer vergrößert.

Von: br

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