Austrian testet autonome Drohnen für Flugzeug-Checks

Im Hangar und unter Aufsicht eines Technikers testet Austrian Drohnen für Checks an seiner Airbus-Flotte. Durch die autonom agierenden Geräte soll die Überprüfung auf Lack- und Strukturschäden beschleunigt werden.

Austrian testet autonome Drohnen von "Donecle" für Flugzeug-Checks © Austrian Airlines
Austrian testet autonome Drohnen von "Donecle" für Flugzeug-Checks © Austrian Airlines

Die Wartungsabteilung von Austrian Airlines testet bis Ende des Jahres autonome Drohnen, um Lack- und Struktur-Checks an der A320-Flotte auszuführen, wie die Airline mitteilt. In Kürze soll der Test auch auf die Embraer-195-Flotte der Österreicher ausgeweitet werden.

Die autonomen Drohnen wurden vom französischen Start-Up "Donecle" entwickelt und sollen für die Techniker einerseits Arbeitserleichterung bringen, andererseits die benötigte Zeit für die Checks deutlich verringern. Nach Angaben von Austrian sind für die Überprüfung von Lack und Struktur auf herkömmlichem Weg vier bis zehn Stunden fällig, mit Hilfe der Drohen sollen diese Arbeiten in unter zwei Stunden erledigt sein.

Austrian erhofft sich dadurch auch eine schnellere Verfügbarkeit der Flugzeuge im täglichen Betrieb. Laut Technical-Operations-Chef Michael Kaye will man Airline außerdem die Stabilität im Flugbetrieb weiter ausbauen und Flugausfälle vermeiden.

Der Check-Ablauf

Der Drohnen-Einsatz läuft unter Aufsicht eines Flugzeugtechnikers im Hangar ab. Das System fliegt vom Start bis zur Landung sämtliche Bereiche des Flugzeuges selbständig ab und führt mittels Laser-Technologie die Inspektionen am Flugzeug durch. Dabei macht die Drohne jede Sekunde ein hochauflösendes Bild. Mit diesen Bildern erkennt eine Software automatisch Schäden an Struktur und Lack des Flugzeuges. Der Flugzeugtechniker kann dann diese Schäden am Tablet im Detail begutachten und einen Bericht erstellen.

Laut Technik-Chef Kaye kann die Drohnen-Technologie auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen: "Eine weitere Möglichkeit wäre, die Drohne bei unseren Technik-Partnerbetrieben weltweit einzusetzen. So könnten wir uns in Wien beispielsweise ein genaues Bild von Lackierarbeiten machen, die an einem anderen Standort durchgeführt werden."

Die Erfahrungen von Austrian beim Drohnen-Test sollen künftig auch im restlichen Lufthansa-Konzern genutzt werden. Die Idee stammte ursprünglich aus einem Ideenwettbewerb von Lufthansa Systems bei dem sich "Donecle" präsentierte.

Ein Video zum Drohneneinsatz gibt es hier: Link.

Von: hr

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