Austrian einigt sich mit Belegschaft auf jahrelangen Gehaltsverzicht

Bis 2024 will Austrian Airlines 300 Millionen Euro Personalkosten einsparen, um wieder in die Spur zu kommen. Jetzt haben die Beschäftigten umfangreichen Lohnkürzungen nach dem Ende der Kurzarbeitsregelungen zugestimmt.

Mitarbeiter von Austrian Airlines. © Austrian Airlines

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat sich mit den Beschäftigten auf ein millionenschweres Sparpaket geeinigt, bei dem die Mitarbeiter zeitweise auf bis zu 15 Prozent ihres Gehalts verzichten. Die von der Corona-Krise schwer getroffene Fluglinie will so bis 2024 rund 300 Millionen Euro beim Personal einsparen. Nach einer Einigung mit dem Bordpersonal gab es laut einer Mitteilung der AUA am Donnerstag auch ein Ergebnis für das Bodenpersonal.

Konkret soll die Kurzarbeit voraussichtlich bis 2022 verlängert werden. Danach treten dann gestaffelte Gehaltskürzungen in Kraft. Das Bodenpersonal verzichtet vom 20. März 2022 bis zum 31. Dezember 2023 je nach Einkommenshöhe auf 2 bis 15 Prozent des Gehalts, das Bordpersonal in den Jahren 2022 bis 2024 auf 5,9 bis 12,7 Prozent sowie auf Pensionskassenbeiträge. "Insgesamt schultern die 7000 Mitarbeiter damit etwa 80 Millionen Euro pro Jahr an Einsparungen, womit die Personalkosten um 20 Prozent reduziert werden können", teilte die Lufthansa-Tochter mit.

© Austrian Airlines, Lesen Sie auch: Früherer Neustart entlastet Austrian Airlines etwas

Die AUA hat ihren Linienflugbetrieb am 19. März eingestellt und seitdem nur mehr Sonderflüge absolviert. Die Airline hat in Österreich inzwischen Staatshilfen beantragt, über die noch verhandelt wird. Die österreichische Regierung machte zuletzt deutlich, dass für sie vor allem der Weiterbetrieb der AUA und des Drehkreuzes am Flughafen Wien wichtig seien.

Von: dk, dpa

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