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AUA sieht eigene Markenrechte verletzt «Austriair» will ab Wien starten

Mit "Austriair" kommt Bewegung in den österreichischen Luftverkehrsmarkt. Die MAP-Holding, bislang im ACMI-Charter und Businessjet-Geschäft tätig, will mit der Neugründung Slots bedienen, die im Zuge der AUA-Übernahme durch die Lufthansa frei werden. Schon vor dem Start gibt es jetzt aber erste rechtliche Auseinandersetzungen.

Austriair Embraer 195 © MAP, Brunswick Corp.

Austrian Airlines und Niki erwächst am Flughafen Wien neue Konkurrenz: Die österreichische MAP-Holding will eine neue Linienfluggesellschaft an den Start bringen.

Unter dem Namen „Austriair“ soll die neue Airline ab Frühjahr unter anderem die Strecke Wien-Frankfurt täglich bedienen, berichtet „Der Standard“. Weitere geplante Strecken sind laut Austriair-Accountable Manager Bosko Rasovic Wien-Stuttgart und Wien-München. Beide Routen sollen wochentags jeweils am Tagesrand bedient werden.

Die Streckenrechte ab Wien wurden im Zuge der Austrian-Airlines-Übernahme durch Lufthansa frei. Die Wettbewerbsbehörden hatten die Neuausschreibung zur Auflage gemacht, um eine marktbeherrschende Stellung der Lufthansa zu vermeiden. Auch die österreichische Niki, die in Kooperation mit Air Berlin fliegt, soll sich um die Routen beworben haben.

Austriair will die Verbindungen mit insgesamt drei geleasten Embraer 195 bedienen, die jeweils 100 Passagieren Platz bieten. Üblicherweise betrage die Bestuhlung dieses Jets 122 Sitze, unterstreicht der neue Anbieter. Preislich werde man sich am Platzhirschen Austrian Airlines (AUA) orientieren. Am Billigfluggeschäft sei man nicht interessiert, betont Rasovic.

AUA sieht eigene Markenrechte verletzt

Derweil strengt AUA in Österreich rechtliche Schritte gegen Austrianair an. Zu ähnlich seien der Name und Marktauftritt, so dass Verwechslungsgefahr bestünde, so die Lufthansa-Tochter. Zudem traue man dem neuen Unternehmen keine finanzielle Beständigkeit zu.

Hinter der MAP-Holding steht eine österreichische Stiftung. Geschäftsführer sind Peter Fiers und Michael Neuhuber. Bislang engagiert sich die Holding über die 2002 gegründete Tochter „Mapjet“mit zwei MD-83 und 13 Geschäftsreiseflugzeugen im Bereich ACMI-Charter und Business Aviation. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 300 Mitarbeiter. Der Linienflugbetrieb bei Austriair soll mit 150 Mitarbeitern bestritten werden. Berichten zufolge verhandelt MAP über den Einstieg einer einheimischen Großbank.

Von: airliners.de

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