Flugzeuge kommen mit Bio-Sprit zur EBACE 2019

Die größte europäische Messe für Geschäftsluftfahrt, EBACE, öffnet in der kommenden Woche ihre Tore. Die Branche möchte raus aus der Klima-Schmuddelecke und präsentiert stolz ihre Bio-Fuel-Initiative.

Rund die Geschäftsfliegerei geht es bei der European Business Aviation Convention & Exhibition (EBACE). © EBACE

Die in der kommenden Woche in Genf startende Fachmesse für Business Aviation EBACE (European Business Aviation Convention & Exhibition, 21. bis 23. Mai 2019), soll zum bis dato größten fly-in von mit Bio-Fuel betankten Geschäftsreisefluzeugen werden.

Nachdem auf der letztjährigen Messe der "Business Aviation Guide to the Use of Sustainable Alternative Jet Fuel (SAJF)" veröffentlicht wurde, soll das Bekenntnis der Branche zum Einsatz regerenativer Kraftstoffe nun erneuert werden. Die Klimabilanz ist eines der zentralen Themen in Workshops und Vorträgen der diesjährigen Messe.

Die mit SAJF-Kraftstoff angetriebenen Maschinen sollen dabei laut dem Business-Aviation-Portal "AINonline" von unterschiedlichen Flughäfen in Europa und Nordamerika zu ihrem Messebesuch starten, womit auch die Verfügbarkeit der klimaschonenden Kerosin-Alternative demonstriert werde. Die Start-Flughäfen sind Farnborough bei London, der New Yorker Republic Airport, Stockholm Arlanda und der französische Caen Airport.

Senkrechtstarter könnten zur großen Innovation werden

Ein weiterer Fokus der Ebace soll auf Drohnen und "eVotl" liegen, also den immer ausgereifteren Technologien zum Senkrechtstart und -Landung, deren erste zivile Anwendungsbereiche die Geschäftsreise-Luftfahrt im Auge haben. So wird der Gründer und Geschäftsführer des deutschen Pioniers Volocopter, Florian Reuter, in diesem Jahr als Keynote-Speaker der Messe fungieren.

Mit rund 50 präsentierten Flugzeugen und mehr als 400 Ausstellern liegt die diesjährige Veranstaltung auf dem Niveau der Vorjahre. Alle großen Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen wie Embraer, Dassault, Gulfstream und Bombardier sind vertreten. Letzterer wird wohl sein Flaggschiff, den Global 7500 ausstellen. Der Langstrecken-Jet für bis zu 19 Passagiere kommt 14.260 Kilometer weit - ein neuer Rekord für Geschäftsflugzeuge. Erst kürzlich wurde die erste in Europa ausgelieferte Maschine an Niki Lauda übergeben, der sie privat betreibt.

Airbus schickt Luxus-A319

Noch luxuriöser kommen die Business-Jets von Boeing und Airbus daher. Der europäische Flugzeugbauer hat angekündigt, eine ACJ319 nach Genf zu schicken. Man wolle dem versammelten Fachpublikum das Plus an Raum und Komfort vorführen, dass die Airbus-Flieger von den wesentlich kleineren Oberklasse-Business-Jets der Konkurrenz unterschieden. Das Flugzeug wird von der deutschen K5-Aviation betrieben, die in Kürze auch das erste Exemplar des ACJ319neo übernehmen wird, der gerade noch Testflüge absolviert.

Denn auch im Luxus-Segment spielen Betriebskosten und Klimabilanz eine immer stärkere Rolle, weshalb Airbus auch mit Nachdruck auf die gerade angelaufenen Auslieferungen der Neo-Varianten der ACJ-Flieger hinweist. Die neuen Triebwerke von ACJ319neo und ACJ320neo würden wie ihre in der kommerziellen Luftfahrt eingesetzten Geschwister fünfzehn Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und hätten eine erhöhte Reichweite. Für beide Varianten zusammen liegen bisher 14 Bestellungen vor.

© Airbus, Lesen Sie auch: K5-Aviation bereitet sich auf ersten Airbus ACJ319 Neo vor

Die dreitägige Messe, die gemeinsam von dem nordamerikanischen Business-Aviation-Fachverband NBAA und dessen europäischen Pendant EBAA organisiert wird und nur für Fachpublikum reserviert ist, bringt seit dem Jahr 2000 jährlich Hersteller von Geschäftsflugzeugen und Luftfahrtausrüstungen, Betreiber, Dienstleister und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen. In diesem Jahr werden 13.000 Besucher erwartet. Die Messe ist bekannt dafür, der Ort zu sein, an dem Branchen-Akteure Neu- und Weiterentwicklungen bekanntgeben.

Von: dk

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